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MTB Europameisterschaften in Moskau

Gunn Rita Dahle (NOR) und Moritz Milatz (GER) siegen im Cross Country. Bericht von den GHOST Girls: Leumann 5., Lisi Osl 8., Spass im Schlamm, gute Beine und blockierte Bremsen.

Lisi Osl und Katrin Leumann bei der Fahrt durch den russischen Schlamm (Foto: Armin Küstenbrück)

Lisi Osl und Katrin Leumann bei der Fahrt durch den russischen Schlamm (Foto: Armin Küstenbrück)

Link

www.mtbmoscow2012.ru

Heftige Regenfälle machten am vergangenen Sonntag das Rennen um die Europameisterschaft zum Glücksspiel für Material und Fahrer. Statt Rhythmus und Taktik waren bei dieser Europameisterschaft, die in die Geschichte wahrlich als „Schlammschlacht von Moskau“ eingehen könnte, mehr denn je Kampf und Durchhaltevermögen gefragt.

Zum ersten Mal überhaupt fand eine internationale Mountainbike- Meisterschaft auf russischem Boden statt. Auch der Weltcup machte noch nie in Russland Station. Beim fernab von Zuschauern ausgetragenen Championat hatte es zuweilen den Anschein, als durften nur akkreditierte Personen, wie Sportler, Betreuer, Funktionäre oder Journalisten das Rennen verfolgen

Für Katrin Leumann begann das Projekt „EM-Moskau 2012“, das in seinem weiteren Verlauf beinahe abenteuerliche Formen annehmen sollte, am Donnerstagabend gleich mit der Relay-Silbermedaille, die sie mit den jungen Fahrern vom Team Suisse einfuhr. „Wir zeigten alle eine starke Leistung und dürfen stolz sein auf die Silbermedaille!“.
Mit Platz fünf im Einzelrennen war Katrin, die die Europameister-Krone im Jahr 2010 aufsetzen durfte, wie schon in der gesamten Weltcupsaison die beste Fahrerin des GHOST Factory Racing Teams, diesmal natürlich unterwegs im Trikot des Schweizerischen Radsportverbands. Auf der Strecke, die nur wenige Überholmöglichkeiten bot machte es vor allem der nasse Boden den Fahrerinnen in den Kurven und Abfahrten schwer und verlangte entsprechende Technik. „Ich habe versucht das Beste draus zu machen, am Schluss war mir auch kalt. Unter diesen Umständen bin ich mit Rang fünf zufrieden.“

Lisi Osl, achte im Endklassement, die sich nach ansteigender Form in den letzten Wochen berechtigte Hoffnung auf einen Podestplatz machte, hatte nach der Materialschlacht und dem einsam geführten Kampf gegen die Wassermassenim im Ziel eine ernüchternde Antwort parat: „Ich habe mir schon überlegt, das Rad zu schultern und zu laufen. Bei schwierigen Rennen mit extremen Bedingungen, wie in Moskau, sind solche Materialprobleme aber normal. Es hat wie aus Kübeln geschüttet und auch alle anderen Fahrerinnen mussten kämpfen.“ Lange Zeit war die in Kirchberg geborene 27jährige auf Kurs um Rang 5 gelegen, bekam aber ab Mitte des Rennens Probleme mit der hinteren Bremse, die schlussendlich in der letzten Runde total blockiert hat. „Mit dem achten Platz bei dieser EM bin ich nicht unzufrieden. Wir hatten heute alle unglaublich zu kämpfen. Mein Fokus liegt auf den Olympischen Spielen und dafür war das Rennen ein sehr guter Testlauf.“

Alexandra Engen, mit dem Schwedischen Relay-Team am Donnerstag auf Platz 7 gefahren, konnte diese Platzierung nicht als Ohmen für das Einzelrennen ummünzen und erkämpfte sich in den sintflutartigen Regenfällen Platz 17. „Es war unglaublich rutschig und es ging einfach nicht schneller. Irgendwann haben auch meine Bremsen nicht mehr funktioniert. Zunächst lief alles nach Plan, bis ich, auf Position zehn liegend, einen Reifendefekt hatte. Nach Boxenstopp und Radwechsel, kämpfte ich mich wieder Platz für Platz nach vorne und konnte das Rennen auf Platz 17 beenden. Ärgerlich, aber ich hatte Spaß im Schlamm, und meine Beine waren gut.“ Eine Kuriosität am Rande ihres Rennes bildete die Tatsache, dass Bikes und Koffer des deutschen U23-Fahrers Julian Schelb in Moskau nicht angekommen waren. Alexandra Engen hatte Mitleid. Spontan hilfsbereit lieh sie dem Verzweifelten ihr GHOST-Trainingsbike und prompt verhalf ihm das zu Platz sechs.

Infekt zwingt Alexander Gehbauer zur Aufgabe bei der EM in Moskau
Nicht so wie erwünscht und erträumt verlief die MTB-Europameisterschaft für Alexander Gehbauer. Aufgrund eines Infekts konnte er sein Leistungspotential von Beginn des U23-Wettkampfs an nicht abrufen. Um eine längere und schwerwiegendere gesundheitliche Beeinträchtigung zu verhindern, beendete Alexander den Wettkampf vorzeitig in der 2 Runde.

Alexander nach seiner Rückkehr nach Österreich: “Ich steige praktisch nie vorzeitig vom Rad, Aufgeben ist grundsätzlich nicht mein Ding, aber dieses Mal war es wirklich vernünftiger gewesen. Wenn ich mich durchgequält hätte, würde es dieses Mal aufgrund der Beeinträchtigung durch den Infekt auch nicht für einen vorderen Platz gereicht haben. Und ich würde die ganze weitere Saison mit so vielen weiteren Saisonhöhepunkten nur gefährden – das ist es wirklich nicht wert, wenn gleich mir diese Entscheidung unheimlich schwer gefallen ist.”

In den nächsten Tagen geht es bei Alexander ausschließlich darum wieder vollständig gesund zu werden. Erst danach wird entschieden werden, wann und wo Alexander wieder in das Wettkampfgeschehen einsteigen kann.

Ergebnisse

Elite Herren
1 Moritz MILATZ GER 1:53:42
2 Sergio MANTECON GUTIERREZ ESP 1:53:43
3 Ralph NAEF SUI 1:54:03
4 Julien ABSALON FRA 1:56:38
5 Jaroslav KULHAVY CZE 1:57:53
...
22 Uwe HOCHENWARTER AUT 2:08:38

Elite Damen
1 Gunn-Rita DAHLE FLESJAA NOR 1:37:26
2 Esther SÜSS SUI 1:38:37
3 Sabine SPITZ GER 1:38:38
4 Tereza HURIKOVA CZE 1:39:58
5 Katrin LEUMANN SUI 1:41:50
...
8 Elisabeth OSL AUT 1:42:33

U23 Herren
1 Ondrej CINK CZE 1:13:32
2 Michiel VAN DER HEIJDEN NED 1:13:46
3 Luca BRAIDOT ITA 1:13:49
...
22 Gregor RAGGL AUT 1:18:01
Alexander Gehbauer musste das Rennen vorzeitig wegen eines Infekts beenden.

U23 Damen
1 Jolanda NEFF SUI 1:12:29
2 Paula GORYCKA POL 1:12:37
3 Anne TERPSTRA NED 1:13:25

Junioren
1 Romain SEIGLE FRA 1:00:30
2 Titouan CAROD FRA 1:00:48
3 Andri FRISCHKNECHT SUI 1:00:58
..
18 Michael MAYER AUT 1:04:50

Juniorinnen
1 Jenny RISSVEDS SWE 54:01
2 Margot MOSCHETTI FRA 54:20
3 Sofia WIEDENROTH GER 54:31

Artikel vom 12.06.2012

 

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