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Rad-Speed-Weltrekord quer durch Russland erfolgreich beendet

Das Weltrekordprojekt RARU „Race Across Russia 2013“ - Moskau- Wladiwostok in 14 Tagen non-stop mit dem Rad - wurde erfolgreich beendet: 9208 km in 13 Tagen 2 Stunden 59 Minuten.

Das Team nach der erfolgreichen Fahrt durch Russland im Ziel in Wladiwostok

Das Team nach der erfolgreichen Fahrt durch Russland im Ziel in Wladiwostok

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www.raceacrossrussia.com

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04.01.2015

Kino-Tour Filmdokumentation Russia Coast to Coast

Am 14. August 2013 traf das AusTria-Team wie geplant um 14 Uhr auf der Insel Russkiy vor Wladiwostok ein. Gemeinsam fuhren alle 4 Radrennfahrer über die beeindruckende Brücke.
Die Russki-Brücke (russisch Мост на остров Русский) ist eine im Juli 2012 anlässlich des im September 2012 auf der Insel abgehaltenen Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgipfels eröffnete Schrägseilbrücke, die mit 1104 m die weltweit größte Stützweite aufweist. Die mehrteilige Straßenbrücke mit einer Gesamtlänge von 3100 m und vier Fahrstreifen überspannt in der russischen Stadt Wladiwostok den Östlichen Bosporus und verbindet die Stadt mit der Insel Russki. Am Ende der Brücke wurden die Radrennfahrer und das Supportteam in den 5 Land Rover Discovery 4 von Studenten der FEFU (Far Eastern Federal University) empfangen. Die Studenten fuhren gemeinsam mit den 4 Österreichischen Sportlern bis zum Hauptgebäude der Universität, wo der offizielle Zieleinlauf stattfand.

Es war geschafft: in einer beeindruckenden Zeit von 13 Tagen, 2 Stunden und 59 Minuten wurde Russland von Moskau bis Wladiwostok erstmals auf dem Rad non-stop durchquert.

Das RARU-Team fuhr durch Russland in weniger als 14 Tagen, zuerst den europäischen Teil ab Moskau mit den Städten Yaroslavl, Kastrama, Kirov und Perm, wo zum Teil die lokale Polizei ständig begleitete und überquerte dann den Ural und damit die Grenze Europa/Asien. In Ekaterinburg wurde das RARU-Team offiziell begrüßt und eine Gruppe junger Radfahrerinnen hatte einen Tanz einstudiert. Weiter ging es über Tyumen, Omsk, Novosibirsk, Kemerova und Krasnoyarsk durch ein faszinierendes Sibirien über Kansk nach Irkutsk am Baikalsee.

Die Straßen durch Sibirien waren in einem überraschend guten Zustand. Nur an einigen wenigen Abschnitten musste das Scott Cross Bike das Rennrad Scott Foil ablösen. Wirklich schlecht war die Straße eigentlich nur hinter Kansk in Richtung Irkutsk, weil hier intensiv gebaut wurde, und die Baustellen zum Teil unorganisiert und chaotisch waren. Ohne die unglaublich tollen Discovery 4 von Land Rover hätte das RARU-Team sicher nicht ohne Zwischenfälle die wechselnden Straßenverhältnisse in dieser Weltrekordzeit meistern können.

Etwa 200 km entlang dem größten und ältesten Süßwassersee der Welt, dem Baikalsee, ging es in die Hauptstadt Ulan Ude der Republik Burjatien und weiter entlang der Mongolischen Grenze über eine traumhafte bergige und besonders schöne Landschaft in die Region Zabaikal (hinter dem Baikal) nach Chita. Von Chita ging es weiter Richtung Chabarovsk auf der zum Teil neu gebauten 2000 km langen Amurstraße. Dieser Abschnitt nahm 3 Tage in Anspruch, wobei einmal für die Nächtigung mangels Alternative als Quartier das Arbeiterwohnheim einer chinesischen Cellulosefabrik in Amazar diente. Selbst in der Stadt Svobodny, die an der chinesischen Grenze liegt, wurde das Team von lokalen Medien begrüßt.

Die Strecke über die Amurstraße war landschaftlich beeindruckend und wechselte von waldigen, hügeligen Teilen auf weite Ebenen, die auf einer Länge von fast 600 km vom größten Hochwasser seit 40 Jahren überflutet waren. Das RARU-Team hatte Glück, dass die Amurstraße nur an einigen Stellen vom Hochwasser beeinträchtigt war.

In Chabarovsk, wo der Direktor des lokalen Verbandes für kleine und mittlere Unternehmen besonders intensiv bei den Vorbereitungen half, wurde das Team mit Fernsehen und lokaler Presse auf dem Hauptplatz am Ufer des an dieser Stelle fast 3 km breiten Amurflusses begrüßt und interviewt.

Der letzte Abschnitt von Chabarovsk über die Kleinstadt Ussurisk, wo der letzte Teamwechsel stattfand, nach Wladiwostok war wahrscheinlich der härteste von allen. Die „Dauerbaustelle“ über fast 800 km war eine ziemliche Herausforderung für die Radfahrer. Auf diesem letzten Streckenabschnitt nach Wladiwostok forderten daher die schlechten Straßenverhältnisse, immer wieder einsetzender Regen und die steigenden Temperaturen das letzte von unseren Rennfahrern.

Unbeschadet, glücklich und trotz der großen Strapazen beeindruckend fit wurde am 14.8. um 14 Uhr Ortszeit oder 3 Uhr morgens MEZ die Ziellinie am Uni-Campus der FEFU von allen 4 Radfahrern erreicht und der Weltrekord Moskau-Wladiwostok mit 13 Tagen 2 Stunden und 59 Minuten fixiert.

Der Organisator Bruck Consult als Russland-Spezialist mit seiner russischen Firma Most Management hatte alle Details geplant, sodass es in den 14 Tagen keine unvorhergesehenen Zwischenfälle gab.
Die Planung für die Rennabwicklung für 4 Radrennfahrer und 16 Mann Begleitteam in den 5 Land Rover nahm 1 ½ Jahre in Anspruch. Das Österreichische AußenwirtschaftsCenter unterstützte intensiv mit Kontakten zu den offiziellen Stellen und der Polizei und stand während der gesamten Fahrt permanent mit Paul Bruck in Kontakt. Die von SAP Russland und Alpe Consulting eigens entwickelte Mobility-App für das Live-Tracking wurde mehr als 5000 mal heruntergeladen und die Postings auf facebook erreichten zuletzt eine Community von über 85.000 Personen.

Das AusTriaTeam - ein vierköpfiges Radteam
Das AusTriaTeam besteht aus 4 Radfahrern, alles Amateure, die in ihren Berufen voll eingesetzt sind. Neben dem Gründer Mag. Andreas Sachs, nahmen die Triathleten Robert Lang, DI Michael Strasser und Walter Zelenka als Radrennfahrer an diesem Weltrekordprojekt teil.

Das Begleitteam – österreichische und russische Fachleute und Russlandkenner
Das 16-köpfige Begleitteam besteht aus fachlichen Spezialisten, wie den Organisatoren, Arzt, Masseur, Mechaniker, Koch, Logistiker und dem Filmteam. Diese übernahmen diverse Funktionen wie Autofahren, Navigation, Versorgung und PR-Aufgaben. In jedem Auto saß mindestens 1 russisch sprechendes Teammitglied, zum Teil Österreicher, die in Russland leben oder russische Spezialisten, die unser Team unterstützen. Diese geballte Macht von Know-how und Kompetenzen war notwendig, um die speziellen Anforderungen, die auf der ganzen Strecke an das Team gestellt wurden, zu meistern.

Artikel vom 20.08.2013

 

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