Alban Lakata gewinnt Alpentour Trophy
Unglaubliches Finish bei der 11. UCI Alpentour Trophy in Schladming. Alban Lakata fuhr bei der vierten und letzten Etappe mit enormen Siegeswillen allen auf und davon.
MTB Festival Schladming (Foto: Hans Simonlehner/Harald Steiner)
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Mit nur 44 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Tony Longo startete der Lienzer Radprofi Montagfrüh in die vierte und letzte Etappe. 72 Kilometer und 2950 Höhenmeter waren zu absolvieren, für Lakata offenbar gerade die richtige Distanz. Beim großen Finish im Zielstadion der Planai war dann vom unmittelbaren Konkurrenten Tony Longo nichts mehr zu sehen, als Lakata mit hochgerissenen Armen über die Ziellinie fuhr. Danach stand es nach Etappen 2:2, doch die außerirdische Leistung von Lakata auf der Königsetappe am Pfingstmontag machte alles klar. Am Ende hatte er lockere 1 Minuten 50 Vorsprung, das sind 647 Meter.
Nach 251 Kilometern und 9450 Höhenmetern scheint das ein Wimpernschlag zu sein, doch Lakata war Profi genug, um Tony Longo alle vier Tage lang mit ausgeklügelter Taktik in Schach zu halten. „Die Titelverteidigung bei der Alpentour Trophy war mir sehr wichtig. Das Etappenrennen auf heimischen Boden in der Steiermark liegt mir und die Stimmung ist immer gut. Heute am Start war ich angesichts der schmalen 44 Sekunden Vorsprung ein wenig nervös, doch bald merkte ich: Es ist mein Tag! Jetzt freue ich mich auf die Siegerehrung und eine Ruhetag“, gab Lakata sein erstes Siegerinterview. Und sein Sieg freute auch die Organisatoren Gerhard Schönbacher und Regina Stanger: „Ein österreichischer Sieger in einem steirischen Rennen, super!“
Bei den Damen fuhr Tereza Hurikova in vier Etappen vier Mal als erste durchs Ziel. Ihre Gesamtzeit: 14:32:41. Sie gewann die Damenwertung bei der Alpentour Trophy so souverän wie selten eine Frau vor ihr. Das weibliche Pendant zu Alban Lakata: „Ich freue mich sehr über diesen Sieg. Er sieht sehr souverän aus, doch ich musste sehr konzentriert und gut fahren, um die Konkurrentinnen in Schach zu halten. Im Mountainbikesport über so lange Distanzen ist alles möglich, aber genauso schnell alles verloren. Deswegen fahre ich jetzt überglücklich nach Hause“, kommentierte die überragende Siegerin ihren Erfolg.
Ergebnisse
4. Etappe Herren Elite
1. Lakata Alban Topeak Ergon Racing Team 03:33:37
2. Buchli Lukas BIXS-iXS Pro Team 03:34:03
3. Dietsch Thomas La Pedale d'alasace 03:34:39
4. Etappe Damen Elite
1. Hurikova Tereza Ceska Sporitelna MTB 04:22:40
2. Fry Rowena DiscoverTasmania.com 04:42:59
3. Duftner Nina Trek-Mountainbiker.at 04:47:40
Gesamtwertung - Herren Elite
1. Alban Lakata 11:44:09 AUT/Lienz
2. Tony Longo 11:45:59 ITA
3. Lukas Buchli 11:49:04 SUI
Gesamtwertung - Damen Elite
1. Tereza Hurikova 14:32:41 CZE
2. Rowena Fry 15:22:05 AUS
3. Nina Duftner 15:49:53 AUT
Alle Ergebnisse und Fotos
Tolles Ergebnis für das Bad Goiserer Biketeam Adidas-Kuota-Mauna Loa
Der 19-Jährige Nachwuchsmann Günther Pernkopf ließ bei seinem zweiten Renneinsatz in der Allgemeinen Herrenklasse neuerlich aufhorchen. Unter allen Teilnehmern auf der äußerst selektiven Mitteldistanz über knapp 50km erzielte der junge Bad Goiserer die viertschnellste Tageszeit.
„Die Bedingungen waren hier wirklich äußerst schwierig. Anfang Juni bei dieser Kälte durch Schnee und Matsch zu fahren, hat mir natürlich alles abverlangt. Vor allem die letzte Abfahrt am Zielhang der Planai hatte es richtig in sich“ war der Team-Youngster im Ziel nicht unzufrieden.
Auch Teamkollege Adi Harrer aus Bad Goisern konnte sich in der Klasse AK 3 bestens in Szene setzen. Harrer fuhr in Schladming gleich mit dem 3. Endrang einen nicht unbedingt erwarteten Podestplatz ein.
Großartige Leistungen boten auch Simone Hornegger und Florian Rettenegger aus Annaberg/Lammertal. Hornegger siegte in der Damenklasse 1, Rettenegger belegte in der AK Herren den zweiten Endrang.
Nicht ganz nach Wunsch lief es dafür bei Teamkapitän Andreas Kienast. In den letzten drei Tagen bei der Alpentour Austria in der Masters-Gesamtwertung gegen stärkste Internationale Konkurrenz stets in den Top-Fünf zu finden, musste der Bad Ischler den widrigen Bedingungen zur Folge Tribut zollen und das Rennen vorzeitig beenden.
Artikel vom 02.06.2009
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