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Piazza und Huser siegen beim Ötzi Alpin Marathon

Georg Piazza (ITA/Südtirol) und Andrea Huser (CH) gewinnen den 9. Ötzi Alpin Marathon in Naturns/Schnalstal: „Ich wollte nicht wie Ötzi enden und kurz vor dem Ziel eingehen“.

Podium Männer 2012: 2. Roland Osele 1. Georg Piazza 3. Stefan  Kogler

Podium Männer 2012: 2. Roland Osele 1. Georg Piazza 3. Stefan Kogler

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Naturns/Schnals, den 14. April 2012 – Der Südtiroler Georg Piazza und die Schweizerin Andrea Huser haben die Einzelwertung des 9. Ötzi Alpin Marathon gewonnen. In der Männerstaffel setze sich das Team Flachau KTM Racing aus Österreich mit Hanspeter Obwaller, Hannes Rungger und Ivo Zulian durch. Bei den Damen gewann das Südtiroler Team Odlo mit Alexandra Hober, Edeltraud Thaler und Annemarie Gross. Insgesamt 520 Athletinnen und Athleten aus neun Ländern haben am 9. Ötzi Alpin Marathon teilgenommen. Darunter auch der Schweizer Radweltmeister von 1998, Oscar Camenzind, und der norwegische Langlauf-Sprint-Olympiasieger von Salt Lake City 2002, Tor-Arne Hetland.

Der internationale Extrem-Marathon über 42,2 km und 3266 Höhenmeter von Naturns bis auf den Schnalstaler Gletscher umfasst die Disziplinen Mountainbike, Laufen und Skiberggehen. Der Start der Einzelathleten erfolgte um 9 Uhr vor dem Naturnser Rathaus, jener der Staffeln um 10 Uhr. Herunten im Tal herrschten ideale Wetterbedingungen mit leichten Plusgraden, während es auf dem Gletscher schneite.

Spannendes Duell bei den Herren
Bei den Herren hat Georg Piazza aus Gröden gewonnen. Der 32-jährige bewältigte die 42,2 km und 3266 Höhenmeter in 3:36.25 Stunden vor dem Sieger des ersten Südtiroler Extrem-Marathons im Jahr 2004, dem Meraner Roland Osele (+1.13,6 Minuten). Dritter wurde mit einem Rückstand von 2.42,3 Min. der zweimalige Gewinner aus Österreich (2007, 2008) Stefan Kogler. Sein Landsmann Heinz Verbnjak, Sieger in den Jahren 2006 und 2009, musste nach einem Sturz auf der Mountainbikestrecke frühzeitig aufgeben.

Piazza, der noch bis vor wenigen Monaten Mountainbikerennen in der Elite-Klasse bestritt, war auf der Radstrecke der Schnellste. Zwar lagen nach dem Start in Naturns Stefan Kogler und Heinz Verbnjak in Führung, doch Piazza kam nach 24,2 km und 986 Höhenmetern als Erster in die Wechselzone in Unser Frau. Routinier Roland Osele hatte einen Rückstand von 22 Sekunden, konnte allerdings noch in der Wechselzone zum unerfahrenen Piazza aufschließen. Gemeinsam bestritten die beiden fast den ganzen Laufabschnitt über 11,8 km und 503 Höhenmeter. Gegen Ende hin konnte sich Piazza absetzen und mit einem Vorsprung von etwa zehn Sekunden in Kurzras einlaufen. Osele war beim Wechsel auf die Skier schneller und startete als Erster bergauf Richtung Gletscher. Piazza konnte ihn zunächst einholen und dann überholen, um als Erster das Ziel auf der Bergstation Grawand zu überqueren. Oscar Camenzind, der Radweltmeister von 1998, wurde 28., Tor-Arne Hetland, der norwegische Langlauf-Sprint-Olympiasieger von 2002 49.

Wertung: Overall Männer Einzel
1. Piazza Georg, 1979, St.Ulrich (BZ) 3:36.25,8 (190).
2. Osele Roland, 1970, Meran (BZ) 3:37.39,4 (2).
3. Kogler Stefan, 1971, A-St. Gilgen 3:39.08,1 (1).
4. Hug Alexander, 1975, CH-Sargans 3:42.14,6 (3).
5. Piccoli Alessandro, 1972, Cave del Predil (UD) 3:43.23,7 (176).
6. Steiner Toni, 1965, Laas (BZ) 3:46.17,8 (12).
7. Miklosa Matjaz, 1975, SLO-Kranj 3:47.26,5 (7).
8. Fissneider Daniel, 1988, Kastelbell Tschars (BZ) 3:48.10,4 (8).
9. Kroehn Niklas, 1971, A-Villach 3:51.59,8 (4).
10. Huber Andreas, 1986, D-Ruhpolding 3:57.55,1 (61).


Georg Piazza, Sieger: “Ich bin sehr zufrieden. Ich habe bei meiner ersten Teilnahme die Wechsel von einer Disziplin zur anderen unterschätzt und daher wertvolle Zeit verloren. Ich hatte gute Beine vom Start bis ins Ziel und meine Frau Christina (ehemaliges Mitglied der italienischen Langlauf-Nationalmannschaft) hat mich gut verpflegt. Zudem hat mir mein Arbeitskollege Urban Zemmer, der den Streckenrekord beim Skiberggehen hält, wichtigste Tipps gegeben, um sich auf dem letzten Abschnitt die Kräfte richtig einzuteilen. Eigentlich konnte ich mir nicht vorstellen mit den Besten mitzuhalten. Ich habe mich immer an Roland Osele orientiert. Als Mountainbiker hatte ich auf dem ersten Streckenabschnitt gewisse Vorteile, besonders in den Abfahrten. Beim Laufen hatte ich erstaunlich gute Beine und beim Skiberggehen noch genug Reserven. Ich hatte mir vorgenommen mit meinen Kräften behutsam umzugehen, um nicht so wie Ötzi zu enden, der vor dem Ziel eingegangen ist.“

Roland Osele, Zweiter: „Georg ist heute enorm stark gelaufen. Wir wussten, dass er beim Radfahren und Skiberggehen stark ist, konnten allerdings seine Laufleistung nicht besonders gut einschätzen. Wir dachten, er hält das hohe Tempo nicht durch. Was mich betrifft, so habe ich beim Radfahrer zu hart getreten, auch weil ich zu viel gegessen und deshalb Magenprobleme hatte. Ein schneller Wechsel ist ein psychologischer Vorteil: Man muss anschließend weniger laufen…Stefan Kogler abzuhängen und Zweiter zu werden ist für mich eine tolle Bestätigung.“

Stefan Kogler, Dritter: „Ich wollte auf das Podest, und das ist mir gelungen. Vor fünfeinhalb Wochen bin ich Vater geworden. Das ist mir derzeit wichtiger, als zu gewinnen. Deshalb konnte ich auch nicht viel trainieren und viele Wettkämpfe bestreiten. Laufen ist meine Schwachstelle und ich habe gesehen, dass Georg und Roland gut drauf waren. Früher konnte ich immer beim Radfahren Zeit herausholen. Das ist heute nicht mehr möglich, denn die Dichte ist sehr hoch. Schon beim Laufen habe ich gemerkt, dass ein Sieg außer Reichweite ist.“

Oscar Camenzind, Radweltmeister: “Es freut mich ganz besonders, dass ich meine Wette gewonnen- und mich gegen unseren Bike-Führer Sigi Weissenhorn durchgesetzt habe. Er muss uns jetzt auf den Ortler führen, auf dem Gipfel mit Speck und Wein bewirten, und Tiroler Lieder singen und dazu seine Ziehharmonika spielen. Spaß bei Seite: Es war eine neue, aber ganz, ganz tolle Erfahrung, besonders das Laufen, denn ich habe bisher nie mehr als sieben km an einem Stück gemacht. Die Kombination der drei Disziplinen macht den Reiz dieser tollen Veranstaltung aus.“

Tor-Arne Hetland, Olympiasieger: “Ich komme oft zum Training nach Schnals. Früher mit der norwegischen Nationalmannschaft und nach meiner aktiven Laufbahn als Trainer der Schweizer Nationalmannschaft. Der Sohn meines Gastwirtes hat mich animiert, einmal mitzumachen. Eigentlich hat alles bestens geklappt, obwohl ich Angst hatte, Krämpfe zu bekommen. Beim Radfahren hatte ich dann einen Platten, aber leider kein Werkszeug, um ihn zu reparieren. Ein Teilnehmer hat mir dann eine Pumpe geliehen, sodass ich meine Fahrt mit einiger Mühe bis zur Wechselzone fortsetzen konnte“.

Klarer Sieg bei den Damen
Bei den Damen hat sich die ehemalige Mountainbike-Marathon Europameisterin und Siegerin des Dolomiti Superbike, Andrea Huser aus der Schweiz, mit einer Gesamtzeit von 4:33.14,4 Stunden durchgesetzt. Die 39-jährige distanzierte die zweitplatzierte Gaiserin Andrea Innerhofer, die bereits 2007 hinter Laura Mazzucco zweite- und 2009 hinter Alexandra Hober dritte geworden war, um 10.56 Minuten. Mit einem Rückstand von 13.46 Minuten wurde die Österreicherin Andrea Höller dritte. Die Vorjahrsdritte Valentina Dainese aus Pflersch kam heuer auf Rang vier (+29 Min.).

Huser’s Sieg stand nie zur Diskussion. Die Berner Oberländerin aus Lauterbrunnen erzielte auf allen drei Teilabschnitten Bestzeit. Die Mountainbike-Strecke bewältigte sie in 1:36,02 Stunden und fuhr damit bereits im ersten Abschnitt einen beruhigenden Vorsprung von 3‘28“ auf die spätere Drittplatzierte Andrea Höller aus Maishofen im Salzburger Land heraus. Mit knapp einer Minute Rückstand kam Andrea Innerhofer in die erste Wechselzone. Die 39-jährige Angestellte einer Lebensmittelfirma überholte im Laufabschnitt von Unser Frau nach Kurzras Höller und wechselte mit etwa sechs Minuten Rückstand auf die Führende als Zweite auf die Skier. Innerhofer verlor noch einige Minuten auf die spätere Siegerin, konnte jedoch den Vorsprung auf Höller, die beim Skiberggehen die zweitschnellste Zeit erreichte, halten.

Wertung: Overall Frauen Einzel
1. Huser Andrea, 1973, CH-Lauterbrunnen 4:33.14,4 (263).
2. Innerhofer Andrea, 1973, Gais (BZ) 4:44.11,0 (251).
3. Höller Andrea, 1972, A-Maishofen 4:47.01,1 (258).
4. Danese Valentina, 1984, Sterzing (BZ) 5:02.15,1 (250).
5. Waiss Anita, 1968, A-Griffen 5:25.11,2 (255).
6. Leitner Josefina, 1986, Pfunders (BZ) 5:29.13,7 (262).
7.Schwienbacher Angelika, 1975, Martell (BZ) 5:37.53,7 (253).
8. Larice Lidia, 1963, Tolmezzo (UD) 5:51.32,3 (256).
9. Plank Erika, 1984, A-Pfons 6:14.01,4 (252).

Andrea Huser, Siegerin: „Ich bin überglücklich. Es war meine erste Teilnahme und es hat auf Anhieb geklappt. Bis 2004 bin ich Mountainbikerennen gefahren, ab 2006 habe ich mich dann für Multisportveranstaltungen entschieden. Meine Raderfahrung ist mir heute sicher zugutegekommen. Beim Laufen hatte ich Magenprobleme und auch die Höhenluft hat mir beim Skiberggehen zu schaffen gemacht. Ich wollte schon vor Jahren einmal an dieser Veranstaltung teilnehmen, es hat aber letztendlich erst heuer geklappt, auch wenn ich mich erst kurzfristig für eine Teilnahme entschieden habe.“

Andrea Innerhofer, zweiter Platz: „Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden, für einen Sieg hat es aber wieder nicht gereicht. Ich bin mit meiner Laufleistung und dem Skiberggehen sehr zufrieden. Weniger glücklich bin ich mit meiner Resultat auf dem Mountainbike. In den Abfahrten bin ich einfach zu schwach, da muss ich noch trainieren. Wichtig ist es bei diesem Marathon die richtige Einstellung im Kopf zu haben, dann geht’s.“

Andrea Höller, dritter Platz: „Ich bin zum ersten Mal dabei und vollauf zufrieden. Es war ganz schön hart!. Das Laufen war bei mir der Knackpunkt. Ich habe mich sogar leicht verletzt. Ich komme eigentlich vom Triathlon, wo ich mich vor einigen Jahren für den Iron-Man auf Hawaii qualifiziert habe“.

Laufabschnitt bei Herren-Staffel entscheidend
Topfavorit im Staffelbewerb der Herren war das letztjährige Siegerteam Flachau KTM Racing mit dem ehemaligen österreichischen Radprofi Hans Peter Obwaller, dem starken Sarner Läufer Hannes Rungger und dem Fassaner Skiberggeher und Langstreckenspezialisten Ivo Zulian. Aber nach dem ersten Teilstück sah es ganz danach aus, als könnte ihnen die Telmekom-Mannschaft, bestehend aus den drei Südtirolern Klaus Fontana, Hermann Achmüller und Paul Innerhofer, den Sieg streitig machen. Klaus Fontana war mit Mountainbike 27 Sekunden schneller als Obwaller, der zeitweise sogar einen Rückstand von 1.20 Minuten hatte. Doch nach dem Wechsel zeigte Läufer Hannes Rungger seine ganze Klasse und distanzierte Hermann Achmüller um ganze vier Minuten. So konnte der Skiberggeher Ivo Zulian den letzten Abschnitt über 6,2 km und 1201 Höhenmeter mit einem beruhigenden Vorsprung angehen. Das Flachau-Team siegte in 3:10.01 Stunden und gewann den Ötzi Alpin Marathon zum zweiten Mal in Folge. Das Telmekom-Team überquerte die Ziellinie mit einem Rückstand von 3.34 Minuten. Auf Rang drei kam das Team Bogn da nia mit Stefan Unterthurner, Franco Torresani und Guido Pinamonti, das sich so auch den Sieg in der Over 120-Kategorie sicherte.

Wertung: Overall Teams Herren
1. FLACHAU KTM RACING TEAM (Obwaller, Rungger, Zulian) 3:10.01
2. Telmekom Team Südtirol (Fontana, Achmüller, Innerhofer) 3:13.35
3. BOGN DA NIA (Unterthurner, Torresani, Pinamonti) 3:18.58.

Siegerstaffel Damen eine Klasse für sich
Der Sieg in der Damenstaffel ging an das Südtiroler Team Odlo mit Alexandra Hober (MTB), die 2011 die Einzelwertung und 2004 das Staffelrennen gewonnen hatte, an Edeltraud Thaler (Laufen) und Annemarie Gross (Skiberggehen). Das Dreierteam benötigte für die Marathonstrecke 3:54.39,2 Stunden. Auf Rang zwei kam mit einem Rückstand von 11.47 Minuten das Team Jenesien Soltnflitzer mit Claudia Wegmann, Petra Pircher und Brunhilde Mitterstieler. Dritter Platz hingegen für Sabine Gandini, Manuela Perathoner und Giulia Tagliapietra (+16.56 Min.).Das favorisierte Team eatandwin.de aus Deutschland kam auf den vierten Rang. Das Siegerteam konnte sich schon auf der Radstrecke absetzen du einen großen Vorsprung herausfahren, der bis ins Ziel weiter ausgebaut wurde.

Wertung: Overall Teams Frauen
1. TEAM ODLO (Hober, Thaler, Gross) 3:54.9
2. ASV JENESIEN SLTNFLITZER (Wegmann, Pircher, Mitterstieler) 4:06.26
3. Team Gardena-Sport Amplatz-Mammut (Gandini, Perathoner, Tagliapietra) 4:11.36.

Artikel vom 16.04.2012

 

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30.04.2011

 

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