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Favoritensieg beim Austria Triathlon in Podersdorf

Andreas Fuchs wiederholt bei der 23. Auflage des Klassikers über die Langdistanz seinen Vorjahressieg. Bei den Damen siegte Jana Candrova. 850 Starter aus 16 Nationen am Start.

Siegerfoto mit Robert Lang, Andreas Fuchs, Stefan Weitgasser (Foto: Bildbearbeitung Noll)

Siegerfoto mit Robert Lang, Andreas Fuchs, Stefan Weitgasser (Foto: Bildbearbeitung Noll)

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Obwohl es am Abend vor dem Start gar nicht so gut ausgesehen hatte, zeigte sich der Neusiedlersee am 28.8.2010 entgegen dem letzten Jahr heuer wieder von seiner besten Seite. Bei freundlichem Wetter und nahezu glattem Wasser, nahmen 850 Starter aus 16 Nationen die beiden angebotenen Triathlonstrecken in Angriff. Die bereits 23. Auflage des Klassikers über die Langdistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und dem anschließenden Marathonlauf hatte Veranstalter Kurt Mitschko mit seinem Team wie gewohnt fest im Griff.

Nachdem sich beim Startschuss um 7:30 Uhr die Zuschauerzahl noch in Grenzen hielt, konnte man spätestens als Lokalmatador Robert Lang und rund 1 Minute später Vorjahressieger Andreas Fuchs den Schwimmbewerb beendeten, hervorragende Stimmung spüren. Alles war gespannt, ob Fuchs seinen Erfolg aus dem Vorjahr zu wiederholen im Stande sein würde. Wer ihn auf der ersten Radrunde beobachten konnte, wird auch kaum daran gezweifelt haben. Nach wenigen Kilometern hatte er Robert Lang eingeholt und war bald an diesem vorüber. Angesichts der Tatsache, dass Fuchs seine Pulsuhr durch einen Schlag auf die Hand verloren hatte und aus diesem Grund seine tatsächliche Belastung nicht kontrollieren konnte, beeindruckt eine solche Radleistung umso mehr.

An dieser Zweierkonstellation sollte sich auch auf den drei folgenden Radrunden nichts ändern. Während aber Andreas Fuchs seinen Vorsprung Sekunde um Sekunde ausbaute, arbeitete sich ein relativ unbekannter Athlet unbemerkt aber stetig nach vorne. Dem 32jährigen Stefan Weitgasser gelang es nach einer mäßigen Schwimmleistung mit der drittbesten Zeit auf dem Rad, das Spitzenduo ein wenig zu verunsichern. Vor allem, da sich herumzusprechen begann, dass er auch ein sehr guter Läufer sei.

Dementsprechend stürmte Weitgasser dann auch los und nahm den abschließenden Marathon in Angriff, als gelte es, schon auf den ersten Kilometern jeden Rückstand einzuholen. Fuchs und Lang hielten jedoch dagegen und konnten so beweisen, dass Routine ganz besonders auf der Langdistanz entscheidend ist, denn Weitgasser musste ab Kilometer 25 einsehen, dass es mehr darum ging, seinen dritten Platz abzusichern. Am Ende war es dann wieder Andreas Fuchs, der in neuer persönlicher Bestzeit von 8:29:42 mit über 11 Minuten Vorsprung auf Lang das Ziel erreichte. Begleitet vom begeisterten Applaus der Zuschauer, war Andi Fuchs außer sich vor Glück. Ohne Pulsmessgerät und 17 Minuten unter seiner Bestmarke freute sich der frischgebackene Vater besonders, sein drittes, erst wenige Monate altes Kind im Ziel auf den Arm zu nehmen. Lokalmatador Lang war schließlich doch sein zweiter Rang nicht mehr zu nehmen. Stefan Weitgasser sorgte in einer Zeit von 8:49 Stunden für einen österreichischen Dreifachsieg.

Bei den Damen sicherte sich Jana Candrova, die Langdistanz Weltmeisterin den Sieg mit einer überragenden Laufleistung in 9:36:10. Den begehrten österreichischen Staatsmeistertitel sicherte sich Constance Mochar aufgrund der besten Radleistung in 9:50:30, vor der Titelverteidigern Bettina Zelenka in 10:01:05, wobei diese aufgrund einer Reifenpanne gehandicapt war. Dritte der ÖSTM wurde Barbara Pliessnig aus Kärnten in 10:42:48.

Den Staffelbewerb dominierten die beiden Spezialisten Christoph Löffler und Gernot Hammer, zusammen mit dem Triathleten Georg Swoboda. Hammer zeigte mit einer Laufzeit von 2:32 Stunden, dass man auch in Podersdorf schnell laufend unterwegs sein kann. Mit sensationellen 7 Stunden und 50 Minuten siegten die 3 sympathischen Burschen überlegen und blieben bis zum Ende ohne jede Konkurrenz.

Die Halbdistanz stand ganz unter der Oberhand des noch sehr jungen Niclas Bock, der sich in 4 Stunden und 3 Minuten den sicheren Sieg vor den beiden Österreichern Markus Lichtenegger und Christian Wohlmutter sichern konnte. Bock hatte ja heuer bereits bei den Triathlon-Europa- und Weltmeisterschaften für Furore gesorgt.

Nachdem der mittlerweile 23. Austria-Triathlon, der zu den Urgesteinen des österreichischen Triathlonsports gehört, nunmehr ebenfalls Geschichte ist, können Mitschko und seine Mitstreiter wie jedes Jahr ohne Bedenken und mit Recht stolz auf ihre Leistung sein, ohne die derartige Spitzenzeiten kaum möglich wären.

Artikel vom 29.08.2010

 

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