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Alpenbrevet trotz Regen und Kälte ein fantastischer Anlass

Rekordbeteiligung: 2500 Radfahrerinnen und -Fahrer aus 32 Nationen waren am Swiss Cycling Alpenbrevet 2014 am letzten Samstag dabei, davon erreichten 2037 FahrerInnen das Ziel in Meiringen.

Haarnadelkurven, atemberaubende Ausblicke und tolle Abfahrten (Foto: alpenbrevet.ch)

Haarnadelkurven, atemberaubende Ausblicke und tolle Abfahrten (Foto: alpenbrevet.ch)

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Die Bedingungen beim Start am frühen Morgen in Meiringen schienen ideal. Bald einmal verdichteten sich dann aber die Wolken, hartnäckiger Nebel und später Regen kamen auf, was eine merkliche Abkühlung mit sich brachte. Auf den Pässen lag die Temperatur knapp über der Null-Grad-Grenze. „Phasenweise glaubte ich eine Eisschicht an den Beinen zu haben“, sagte beispielsweise Roger Honegger. Der frühere Radquer-Spezialist (u.a. Vize-Weltmeister 1998 und WM-Dritter 1999) beteiligte sich zum ersten Mal am Alpenbrevet und kam eigenen Aussagen zufolge ohne Krise über die Runde.

Entscheid in Gletsch und Airolo
Wie vorgesehen absolvierte der Zürcher Oberländer die 132 Kilometer lange und mit 3875 Höhenmetern gespickte Silber-Tour. Nicht wenige der auf der Gold- (172/5294) und Platin-Tour (276/7031) Gemeldeten entschieden sich unterwegs für eine kürzere denn die ursprünglich gewählte Distanz. „Das ist eine Besonderheit der Alpenbrevet-Streckenführung“, sagte Michael Schild, Geschäftsführer der organisierenden eSprint GmbH. „Wer weiss schon bei der Anmeldung, in welcher Verfassung er oder sie sich am Veranstaltungstag befindet und wie sich dann die Wetteraussichten präsentieren.“

In Gletsch besassen die auf den beiden längeren Touren im Rahmen der Traditionsveranstaltung Gestarteten die Möglichkeit, auf die Silber-Tour auszuweichen und das Tagespensum vorzeitig zu beenden. Wer sich für eine Weiterfahrt entschied, kraxelte nach dem Grimsel- (2164 m ü. M.) auch den Nufenenpass hoch, der mit seinen 2478 Metern den Kulminationspunkt des Alpenbrevet bildet. Im sonnigen Airolo trennten sich dann die Wege der beiden Touren.

Weiter über den Gotthard- (2106 m ü. M.) und Susten- (2224 m ü. M.) zurück zum Ausgangspunkt oder über den Lukmanier- (1971 m ü. M.) und Oberalp- (2044 m ü. M.) sowie als Dessert den Sustenpass? „Keine Frage“, sagte Roedi Weststrate, der mit Holland die drittgrösste Vertretung am Alpenbrevet hinter der Schweiz und Deutschland stellte. „Die Platin-Tour ist unübertrefflich; da nehme ich die Strapazen gerne in Kauf.“

Ihm taten es 279 Radsportler gleich und fuhren die Platin-Tour. „Vor ihrer Leistung wie auch jener der anderen Finisher habe ich grössten Respekt“, fasste Schild zusammen. Dass letztlich nur rund elf Prozent der Gemeldeten die Platin-Tour bestritten, war auf die eher unfreundlichen Witterungsbedingungen zurückzuführen.

Glücklich und zufrieden
Mit total 2500 ambitionierten Hobby- und reinen Genussfahrern aus allen Landesteilen der Schweiz und weiteren 31 Nationen konnte das abenteuerliche Alpenbrevet eine Rekordbeteiligung vermelden und musste bereits vor dem Anmeldeschluss einen Teilnehmerstopp einführen. Die Ausfallquote von lediglich fünf Prozent zeigte, wie gut vorbereitet und trainiert die Athletinnen und Athleten an den Start gegangen waren.

Zu den Absolventen der Königsdistanz, die durch fünf der insgesamt 26 Schweizer Kantone führte, zählte in der Vergangenheit auch Kurt Fischer. Wegen des bevorstehenden Ötztaler Radmarathons in Sölden (238/5500), den er am Wochenende zum 20. Mal in Angriff nimmt, entschied sich der Deutsche am Samstag „nur“ für die Silber-Tour. „Im Vergleich zur Platin- kann man sich auf der Silber-Tour kaum erholen“, sagte der 54-Jährige.

Trotz der schwierigen Bedingungen, zu denen auch viel motorisierter Verkehr und das Befahren mehrerer Baustellen zählten, zeigte sich der Grossteil der Teilnehmer im Ziel glücklich und zufrieden. „Mit Ausnahme des Wetters war alles super“, meinte Marlen Reusser stellvertretend. Den eindrücklichsten Moment erlebte die 23-Jährige aus Hindelbank, welche auf der Silber-Tour die schnellste Frau war, bei der Ankunft auf dem Grimselpass. „Plötzlich und vollkommen unerwartet schien die Sonne.“

„Ich komme wieder“
Weit von Wärme entfernt schien nach der Beendigung der Gold-Tour Urs Zimmermann. Der frühere Radprofi zitterte – wie andere Finisher auch – am ganzen Körper und sprach von Schüttelfrost, den er unterwegs erlitten hatte. Am Alpenbrevet, welches von Swiss Cycling im vergangenen Jahr zur besten Veranstaltung der Schweizer Top Tour gekürt wurde, beteiligte er sich zum wiederholten Male. „Zu den zu befahrenden Pässen habe ich eine besondere Beziehung, weil ich sie schon als Jugendlicher erklimmte.“

Die schwierigen Verhältnisse waren aber schnell vergessen. Die Freude über das Geschaffte überwiegte. „Das Alpenbrevet war vorzüglich organisiert; alles klappte prima“, sagte zum Beispiel der Appenzeller Ralf Schildknecht. Bereits schon an die Austragung vom Samstag, 29. August 2015, dachte der Engländer Ian Prenelle nach seinem Premierenstart im Berner Oberland. „Ich komme nächstes Jahr wieder. Das Alpenbrevet ist ein fantastischer Anlass.“

Alle Ergebnisse unter alpenbrevet.r.mikatiming.de/2014.

Artikel vom 26.08.2014

 

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