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Christoph Soukup dockt 2016 bei Texpa-Simplon an

Interview mit dem 19-fachen österreichischen Staatsmeister, mit dem das deutsche Team das sportliche Niveau weiter steigern möchte. Als weiterer Neuzugang wurde Simon Gessler verpflichtet.

Christoph Soukup beim Finale des Austria Marathon Cup 2015 in Graz/Stattegg

Christoph Soukup beim Finale des Austria Marathon Cup 2015 in Graz/Stattegg

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www.mtb-texpa-simplon.de

Nachdem 2015 bei Texpa-Simplon bereits einige personelle Veränderungen stattgefunden haben, will Teamleiter Alfred Vonhausen den eingeschlagenen Weg weiter fortsetzen und sowohl das sportliche Niveau steigern, als auch mit talentierten jungen Fahrern die langfristige Entwicklung des Teams sichern. Daher passen die beiden Neuzugänge für 2016 perfekt ins Konzept.

Mit Christoph Soukup kommt ein sehr starker Mann ins Team, der nicht nur hervorragende Ergebnisse vorzuweisen hat. Auch seine enorme Erfahrung im Bikesport und seine professionellen Einstellung wird eine große Bereicherung für das Team sein. Vielleicht etwas weniger Erfahrung, aber ebenfalls genau die richtige Einstellung zum MTB Sport hat der zweite Neuzugang Simon Gessler. Nachdem er in den letzten Jahren vor allem im Cross Country unterwegs war, konnte er sich 2015 mit einigen guten Platzierungen im Marathon für das Team empfehlen. In der kommenden Saison soll dann der Umstieg auf die Langdistanz schrittweise vollzogen werden.

Johannes Wagner wird das Team leider verlassen, um sich auf seine berufliche Karriere zu konzentrieren. Das ganze Team wünscht ihm alles Gute für die Zukunft und möchte sich für zwei tolle und erfolgreiche Jahre bei ihm bedanken.

Die meisten der langjährigen Sponsoren des 1997 gegründeten Marathon-Teams werden Texpa-Simplon auch in der kommenden Saison unterstützen, allen voran die beiden Namensgeber Texpa Maschinenbau und der österreichische Radhersteller Simplon.

Beim ersten Teamtreffen in Würzburg entstand ein kurzes Interview mit Christoph Soukup, in dem er über seine Entscheidung zum Teamwechsel und seine Ziele 2016 spricht:

Hallo Christoph! Wie kam es zum ersten Kontakt zwischen dir und dem Team Texpa-Simplon?
Nachdem ich Matthias Leisling (wechselte 2015 zum Team Texpa-Simplon) schon lange kenne und wir auch 2015 einige Rennen gemeinsam bestritten haben, sind wir natürlich öfters ins Gespräch gekommen und er hat mir unter anderem von seiner Erfahrung in seinem neuen Team erzählt. Diese Erfahrungen waren sehr positiv und ich habe über ihn schon einen guten Eindruck von der Philosophie des Teams bekommen. Er hat mir dann auch gesagt, dass die Teamleitung eventuell Interesse daran hat mit mir zusammen zu arbeiten. Zwar war ich nicht direkt auf der Suchen nach einem neuen Team, aber nachdem Matthias mir nur Gutes erzählt hatte, war ich für alles offen. Nachdem ich dann das erste Gespräch mit Alfred hatte, war mein Eindruck ebenfalls sehr positiv. Danach wurde sehr schnell klar, dass wir ähnliche Vorstellungen haben und waren uns recht bald einig.

Zuvor warst du ja lange als Einzelkämpfer unterwegs. Hatte das einen speziellen Grund bzw. warum hast du dich jetzt dazu entschieden wieder in einem größeren Team zu fahren?
Diese Situation hat sich eigentlich einfach so ergeben und war keine bewusste Entscheidung. Der Vorteil als Einzelkämpfer ist natürlich, dass man in allen sportlichen Fragen selbst entscheiden kann. Dafür ist man aber auch bei der ganzen Organisation, Planung und dem Material auf sich allein gestellt. Da meine Frau, mit der ich bisher das Ganze organisiert hatte, beruflich nun aber sehr eingespannt sein wird, wäre das kaum mehr möglich gewesen. Daher ist es jetzt natürlich optimal, dass ich den Support durch das Team habe.

Welche Gründe haben dabei den Ausschlag gegeben, dass du letztlich bei Texpa-Simplon gelandet bist?
Wie ich bereits erzählt habe, habe ich schnell an Matthias Begeisterung gemerkt, dass das eine homogene Truppe ist. Nach dem Treffen mit Alfred war mir auch klar, dass er weiß, was einem Sportler wichtig ist, da er selbst lange im Leistungssport aktiv war. Zudem war es natürlich ein Glücksfall, dass der Radsponsor Simplon auch mich bisher unterstützt hatte, so dass ich sicher sein konnte, dass ich mit erstklassigem Material ausgestattet werden würde und auch keine große Umgewöhnung nötig sein wird.

Heute hattest du zum ersten Mal die Gelegenheit alle deine neuen Teamkollegen kennen zu lernen. Wie war hier dein erster Eindruck?
Wir haben eine kleine Biketour um Würzburg gemacht und auch Johannes von Westphalen war mit dabei. Das war natürlich ein super Einstieg, um sich auszutauschen und hat richtig Spaß gemacht. Natürlich ist es nach dem ersten Treffen schwer einzuschätzen, aber ich muss sagen, dass ich ein sehr gutes Gefühl habe. Wir haben alle ähnliche Ziele und der Umgang ist sehr respektvoll und offen.

Du bist ja kein Profi, sondern studierst ganz normal und hast auch eine Familie. Trotzdem gehst du den Sport sehr professionell an. Wie schaffst du es alles (vor allem zeitlich) unter einen Hut zu bringen?
Ja das stimmt, das ist nicht immer einfach. Aber ich versuche das durch eine realistische und langfristige Planung so weit wie möglich zu kompensieren. Das heißt, dass ich meine Termine schon sehr früh mit meiner Familie und der Uni abstimme und mein Training danach richte, bevor dann kurzfristig großer Stress entsteht. Zeitmanagement und Organisation sind hier einfach extrem wichtig. Zudem versuche ich dann die Zeit, die mir zum Training bleibt, wirklich maximal effektiv zu nutzen. Da kommt mir natürlich zugute, dass ich seit einigen Jahren mein eigener Trainer bin und so erstens sehr flexibel reagieren kann und zweitens einfach schon sehr gute Erfahrungswerte habe, wie ich mein Training gestalten muss.

Apropos Training, wie läuft es bisher?
Nachdem ich meine Winterpause gemacht habe und gut zwei Wochen gar kein Rad gefahren bin, war der Einstieg natürlich etwas zäh. Aber nach zwei eher lockeren Wochen zum Eingewöhnen ging es schon besser und seit 9.11.15 bin ich wieder im ernsthaften Training. Nach dem ersten 3-Wochen Block steht dann ein Leistungstest zur Standortbestimmung an.

Wie sieht dann dein grober Plan für die Rennsaison aus?
Nach dem Trainingslager mit dem Team würde ich gerne wie in den Letzten Jahren mit ein paar XC-Rennen einsteigen, bevor dann die ersten großen Marathons anstehen. Eventuell fahre ich auch mit Matthias schon Anfang März die Algarve Bike Challenge. Bezüglich der Highlights würde ich mich natürlich etwas nach dem Schwerpunkt des Teams richten. Da das eigentlich so ziemlich die gleichen Rennen sind, die ich auch fahren wollte, passt das super. Das heißt meine Hauptziele sind Marathon Worldseries Rennen, die Marathon WM und die großen Etappenrennen.

Wie sind deine Erwartungen und Hoffnungen für die Mehrtagesrennen? In den letzten Jahren bist du ja hauptsächlich bei eintägigen Veranstaltungen gestartet.
Eigentlich hatte ich bisher sehr gute Erfahrungen bei Etappenrennen. Ich denke auf jeden Fall, dass ich hier meine Stärken ausspielen kann. Vor allem motiviert mich die neue Konstellation mit dem Team und die Möglichkeit mit einem starken Partner die Trans-Alp zu bestreiten. Natürlich habe ich speziell vor diesem Rennen schon Respekt, da ich es noch nicht gefahren bin und die Länge des Rennens zusammen mit der anspruchsvollen Strecke sicherlich eine Herausforderung wird. Aber ich freue mich auf diese neue Herausforderungen und die Saison mit meinen neuen Teamkollegen.

Dann vielen Dank und weiterhin viel Erfolg!

Text und Interview: Team Texpa-Simplon

Über Christoph Soukup
Geburtsdatum: 11. Oktober 1980
Familienstand: verheiratet, 2 Töchter
abgeschlossenes Bachelor Studium Training & Sport erlernter Beruf: Betriebselektriker
Wohnort: Berndorf/Niederösterreich
Aktuelles unter: www.facebook.com/pages/Christoph- Soukup/134874796567698

Wichtigste sportliche Erfolge:
Olympische Spiele Peking 6. Platz
Olympische Spiele Athen 15. Platz
19-facher Staatsmeister

Artikel vom 23.11.2015

 

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