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Christian Hoffmann und Nina Brenn gewinnen Ötzi Alpin Marathon

Die 10. Ausgabe des Extrem-Marathons wurde aufgrund des schlechten Wetters auf verkürzter Strecke durchgeführt. Teilnehmerrekord mit 538 Athletinnen und Athleten aus neun Nationen.

Podium Männer 2013: 2. Thomas Niederegger 1. Christian Hoffmann 3. Philip Götsch

Podium Männer 2013: 2. Thomas Niederegger 1. Christian Hoffmann 3. Philip Götsch

Christian Hoffmann hat das Langstreckenrennen in 2:09.24 Stunden gewonnen. Der 38-Jährige distanzierte den zweitplatzierten Südtiroler Thomas Niederegger, 28, aus Stilfs um fünfeinhalb Minuten. Dritter wurde der Sieger von 2011, der Tiroler Philipp Götsch (2:15.37). Götsch wechselte mit einem Vorsprung von zehn Sekunden als Erster vom Rad auf die Laufstrecke, doch er wurde von Hoffmann bald eingeholt. Auch Niederegger überholte in diesem Abschnitt den Sieger von 2011 und wechselte in Kurzras gemeinsam mit Hoffmann auf die Skier. Der Olympiasieger stellte im letzten Abschnitt eindrucksvoll seine Skiberggeher-Qualitäten unter Beweis und erreichte mit großem Vorsprung das Ziel. Top-Biathlet Lukas Hofer wurde Zehnter. Er hatte einen Plattfuß und fuhr ohne den Reifen zu wechseln bis zur Wechselstelle weiter.

Aufgrund der starken Regenfälle, des Nebels und der Steinschlaggefahr wurde die Mountainbike-Strecke am Vormittag auf die Landesstraße nach Schnals verlegt. Der dritte und letzte Teilabschnitt für Skiberggeher wurde bereits gestern auf eine Alternativstrecke verlegt. Er führte nicht wie gewohnt auf den Gletscher, sondern über die Rodelbahn bis auf Lazaun - auf der gegenüberliegenden Talseite. Von dort ging es über die Kanonenrohr-Abfahrt wieder bergab bis zum Ziel nach Kurzras. Mit 33,8 km war der Verlauf des Triathlons um 8,4 km kürzer- und der Höhenunterschied um 1000 Meter geringer als die Originalstrecke von 42,2 km und 3.266 hm.

Bei den Damen war Nina Brenn aus Flims (Schweiz) eine Klasse für sich. Sie gewann in 2:42.49 Stunden vor der Südtirolerin Gerlinde Baldauf (2:48.07) und der Deutschen Susanne von Borstel (2:48.55). Vorjahrssiegerin Andrea Huser (CH) kam abgeschlagen auf Rang zehn. „Ich habe mich voll auf mein Rennen konzentriert“, sagt die Siegerin, „was die Konkurrentinnen machen, interessiert mich nicht“. Die 34-jährige Umwelt-Ingenieurin nahm zum ersten Mal am Ötzi Alpin Marathon teil. „Es war ein gutes Training für die Multisport-Saison, auch wenn ich es gerne etwas härter gehabt hätte“.

Topfavorit im Staffelbewerb war das letztjährige Siegerteam Flachau KTM Racing mit dem ehemaligen österreichischen Radprofi Hans Peter Obwaller, dem mehrmaligen Berglauf-Weltmeister Emanuele Manzi und dem Fassaner Skiberggeher und Langstreckenspezialisten Ivo Zulian. Das Trio hat mit unterschiedlicher Besetzung den Ötzi Alpin Marathon mit einer Siegerzeit von 2:03.46 Stunden bereits zum dritten Mal in Folge gewonnen. Das österreichisch-italienische Team distanzierte die Südtiroler Klaus Fontana, Georg Brunner und Willi Innerhofer (ASC OLANG) um drei Minuten. Auf Rang drei kamen Freddy Wallnöfer, Harald Gamper und Walter Platzgummer (Team Schöne Aussicht/2:13.10).

Den Team-Wettbewerb der Frauen haben Sofia Pezzati, Elisa Desco und Elisa Compagnoni (corsainmontagna.it) in 2:26.41 Stunden gewonnen vor der Mannschaft Dynafit mit Lorenza Menapace, Stephanie Jimenez und Mireia Mirò Varela (2:32.20). Rang drei ging an die Damen vom ASV JENESIEN SOLTNFLITZER mit Claudia Wegmann, Petra Pircher und Natascha Leonardi (2:37.55,3).

Ergebnisse
Overall Männer Einzel
1. Hoffmann Christian (A-Ramsau am Dachstein) 2:09.24,6
2. Niederegger Thomas (BZ) 2:14.57,2
3. Götsch Philip (BZ) 2:15.37,9

Wertung: Overall Frauen Einzel
1. Brenn Nina (CH) 2:42.49,9
2. Baldauf Gerlinde (BZ) 2:48.07,7
3. von Borstel Susanne (D-Blaichach) 2:48.55,3

Alle Wertungen: http://services.datasport.com/2013/triathlon/oetzima

Christian Hoffmann, Sieger: “Ich bin sehr zufrieden. Das Laufen war extrem hart. Skibergsteigen ist meine beste Disziplin und ich hatte auch sehr gutes Material“.

Thomas Niederegger, Zweiter: “Auf dem Mountainbike wollte ich den hohen Rhythmus der Führenden nicht mithalten, sonst wäre ich bereits beim ersten Wechsel fix und fertig gewesen. Beim Laufen habe ich mich dann sehr gut gefühlt. Ich komme eigentlich vom Berglauf, mit den Skiern war ich zum ersten Mal unterwegs“.

Philip Götsch, Dritter: „Ich bin mit diesem Podiumsplatz zufrieden. Die Laufstrecke war sehr hart, ich bevorzuge die Radstrecke. Da hatte ich ein gutes Gefühl, während ich beim Laufen keine Chance hatte. Hoffmann war heute zu stark“.

Lukas Hofer, Biathlet: “Leider hatte ich einen Platten. Ohne den Reifen zu wechseln bin ich bis zur Wechselstelle weitergefahren. An eine Aufholjagd war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken. Der Laufabschnitt war ok, auch wenn es nicht leicht ist mit diesen ‚Verrückten‘ mitzuhalten. Für mich war es eine neue Erfahrung, ich bin damit zufrieden. Jetzt werde ich etwas Pause machen, die Saison war wirklich lang, um mich dann auf die Vorbereitung für die nächste Saison und die olympischen Spiele zu konzentrieren.“

Nina Brenn, Siegerin: „Es war super gleich bei meiner ersten Teilnahme zu gewinnen. Die Streckenänderung war in Ordnung, das OK hat das Beste aus einer Notsituation gemacht. Der Bike-Abschnitt war hart, weil es schwierig war mit der Gruppe mitzuhalten, die ein hohes Tempo vorgelegt hat“.

Gerlinde Baldauf, zweiter Platz: „Die Entscheidung des Organisationskomitees die Strecke zu verkürzen war ok. Auf dem Rad und auf den Skiern habe ich mich wohl gefühlt,größere Probleme hatte ich beim Laufen“.

Artikel vom 23.04.2013

 

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