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Salzkammergut Trophy Individuell

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Salzkammergut Trophy Individuell

ÖM-Titel für Christoph Strasser und Elena Roch beim RAN

Nach der Covid-bedingten Verschiebung des Race Around Niederösterreich auf 18./19. September 2020, galt es bei der zweiten Auflage von Weitra im Herzen der Xundheitswelt aus 600 km mit 6.000 atem(be)raubenden Höhenmetern zu absolvieren. Österreichische Meistertitel Ultradistanz im Solobewerb. Crataegutt Seniors finishen erfolgreich.

Meisterpodium Herren: 3. Dominik Meierhofer, 1. Christoph Strasser, 2. Manuel Dickbauer (Foto: Lex Karelly)

Meisterpodium Herren: 3. Dominik Meierhofer, 1. Christoph Strasser, 2. Manuel Dickbauer (Foto: Lex Karelly)

Am 18. September erfolgte in der ältesten Braustadt Österreichs der Startschuss zur zweiten Auflage des Race Around Niederösterreichs. 100 Teilnehmer waren für die Zweitauflage gemeldet und stellten sich der herausfordernden Strecke entlang der Grenze des größten Österreichischen Bundeslandes.

Bei den Herren kam es im knapp 50-köpfigen Starterfeld zur Neuauflage des Race Around Austria-Duells zwischen Christoph Strasser und dem Deutschen Robert Müller. Strasser, der als letzter der Soloathleten nach dem Deutschen startete (Einzelstartmodus im 2-Minutentakt), konnte diesen nach ca. 3,5 Stunden einholen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 39 km/h brauste der „Strasser Express“ Richtung Semmering. Müller musste dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und Strasser im bergigen Teil der Strecke bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ziehen lassen. Mit einer Fabelzeit von 17h 30min erreichte Strasser das Ziel in Weitra – Rekord/Durchschnittsgeschwindigkeit von über 34km/h! Damit sicherte sich der sechsfache Sieger des Race Across America sein zweites österreichisches Meistertrikot. Zweiter wurde Philipp Kaider, der mit einer tollen zweiten Hälfte Müller noch abfangen konnte. Bei der 3. Österreichischen Meisterschaftswertung holten Manuel Dickbauer und Dominik Meierhofer Silber bzw. Bronze.

Bei den Damen lieferten sich Bianca Bischof und Elena Roch einen harten Kampf um den Sieg und die ÖM-Krone. Lange Zeit sah es nach einem sehr knappen Ergebnis aus. Letztendlich konnte aber Roch, die ihr erstes Ultra-Radrennen bestritt, mit über einer halben Stunde klar vor Bischof das Ziel erreichen und damit die bisherige Bestzeit um 35 min unterbieten.

Der Sieg in der 2er-Teamwertung männlich ging mit einer Gesamtzeit von 17h 28min an CLR Sauwald Cofain 699. In der 2er-Mixed-Wertung siegte das deutsche Team „Maloja Pushbikers“ und die „Watthasen“ entschieden die 2er-Team Damenwertung. Bei den 3er-Teams konnte das „Team OÖ Kinderkrebshilfe“ ihren Vorjahressieg verteidigen.

Alle Ergebnisse auf www.ran-bike.at/ergebnisse.

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Meisterpodium Damen: 2. Bianca Bischof, 1. Elena Roch, 3. Sabine Kornelson (Foto: RAN/Martin Steiger)

Crataegutt Seniors 80+ haben das Race Around Niederösterreich erfolgreich absolviert
Bericht von Herbert Lackner: "Wir vom Team Crataegutt Seniors haben es geschafft das Race Around Niederösterreich zu finishen. Das freut uns besonders, denn unser Durchschnittsalter beträgt 78 Jahre. Die zweitälteste Staffel war mit 42 Jahren fast halb so alt wie wir. Wir, das sind Herbert Lackner, Norbert Hager und Pepi Bichl.

Unser gesetztes Ziel von 24 Stunden haben wir mit der Zeit von 24:47 nur knapp verpasst. Dazu kamen dann allerdings noch 2 Penalties. Einmal kein Licht, obwohl offiziell schon Nachtzeit war, einmal wegen Überfahren einer Stopptafel in Götzendorf um ca.2 Uhr Früh. Wir haben recherchiert wer der Missetäter war. Es dürfte sich vermutlich um Pepi gehandelt haben. Dafür muss er uns bei Gelegenheit eine „Runde“ ausgeben.

Das Rennen führte nonstop über 600 km und 6000 Höhenmeter. Zum Vergleich, die schwersten Bergetappen bei der Tour de France weisen maximal 5000 Höhenmeter auf. Es ist daher nicht verwunderlich, dass jeder mal sein Tief hatte. Bei mir war es beim Pflichtstopp vor dem Hotel Panhans am Semmering. Es war zu diesem Zeitpunkt auch nicht sehr aufbauend, zu wissen, dass jetzt erst die schwerere Hälfte des Rennens vor uns lag. Trotzdem ging es mir dann vor allem von der Donau hinauf ins Waldviertel unerwartet gut. Wie wir hören haben das einige ortsunkundige Fahrer gewaltig unterschätzt und sind dann ziemlich eingebrochen.

Ich bin zweimal das Race Across America gefahren. Im Rückblick muss ich feststellen, dass ich dort nie so am Limit war wie dieses Mal. Dort geht es allerdings auch über 7 Tage und 6 Nächte und man behält sich daher vielleicht unbewusst immer etwas mehr an Reserven zurück als bei diesem 24 Stunden Rennen.

Landschaftlich war es eine wunderbare Strecke. Beeindruckend die Fahrt vom Semmering hinab in die Adlitzgräben und durchs Höllental, aber dann auch ab der Donau hinauf durch das Tal der Gr. und Kl. Ysper

Überraschend war, dass es viele applaudierende Fans entlang der Rennstrecke gab. Das RAN hat also schon im zweiten Jahr seines Bestehens einen guten Bekanntheitsgrad erreicht und Akzeptanz bei der Bevölkerung gefunden.

Einige Orientierungs -u. Abstimmungsfehler passierten uns vor allem am Anfang des Rennens. Geschuldet zum Teil der mangelhaften Handhabung des Navis (unsere Enkel könnten das wesentlich besser) und auch dem doch schwächer werdenden Augenlicht. Mit Fortdauer des Rennens ging dann aber alles reibungslos. Hauptsächlich die Beine und der Kreislauf spielen mit.

Das Race Around Niederösterreich ist mehr als ein Rennen. Es besitzt einen großen Abenteuer –u. Erlebniswert. Freundschaften werden geschlossen, oder vertieft. Bedanken muss man sich auch ganz besonders beim Begleitteam, denn ohne dessen Unterstützung wären auch die besten Radfahrer chancenlos.

Wir hoffen mit dieser Leistung anderen Altersgenossen eine Anregung gegeben zu haben selbst aktiv zu bleiben, sich nicht zurückzuziehen, sondern auch in hohem Alter noch Visionen und Ziele zu haben und diese auch umzusetzen. Es muss ja nicht unbedingt ein nonstop Radrennen über 600 km sein, aber es lohnt sich, sich nicht fallen zu lassen und nach vorne zu sehen. Es hebt auf alle Fälle die Lebensqualität. Unser Motto ist nach wie vor: „Rennrad statt Rollstuhl!“"
www.crataeguttseniors-80plus.at

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Zieleinlauf der Crataegutt Seniors in Weitra (Foto: Martin Bihounek)

Hautnah mit dem Livestream dabei
In Kooperation mit dem Sportland Niederösterreich wurde von diesem Rennen über 24 Stunden live im Internet berichtet. Sechs Kamerateams ließen die Zuschauer hautnah bei allen Entscheidungen dabei sein. Nicht nur ein hochkarätiges Starterfeld sondern auch mit hochkarätigen (virtuellen) Studiogästen konnte das Rennen einen neuen Maßstab setzen und zusätzliche interessante Infos liefern. Patrick Konrad vom Bora Hansgrohe Team, der sich gerade auf den Giro d’Italia vorbereitet wurde genauso zugeschalten, wie auch Michael Gogl, der sich noch bei der Tour de France befand. Vorjahressiegerin Dr. Alexandra Meixner gab Einblicke in den Ultraradsport und Liveschaltungen in die Pacecars der Teilnehmer zeigten die Aufgaben der Teams rund um die Teilnehmer.

Stimmen zum Rennen:
Christoph Strasser: „Ich bin sehr froh über diesen Sieg. Mir gefallen solche Rennen mit starken Gegnern. Es war von Anfang an spannend und bis Wiener Neustadt schaffte ich einen 39er Schnitt. Da wusste ich schon, dass es eine super Zeit werden könnte! Der zweite Teil des Rennens führte über die Berge, vom Semmering über die Kalte Kuchl und ab der Donau ging es bis ins Ziel in Weitra ebenfalls nur bergauf. Gerade bei der Kalten Kuchl war es extrem. Dort hatte es nur winterliche 1 Grad Celsius. Die Gegner waren echt stark, Philipp Kaider ist eine Top-Leistung gefahren und Zweiter geworden, leider ist Robert Müller, der zu schnell gestartet war, im letzten Drittel etwas eingegangen und schlussendlich auf Platz 3 abgerutscht. Ich freu mich über mein zweites Meistertrikot und den Organisatoren gratuliere ich zu einem perfekten Rennen!“

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Christoph Strasser auf dem Weg zum 2. Meistertitel (Foto: Lex Karelly)

„Es war mein erstes Ultrarennen. Nach den Erfolgen von Christoph Strasser und Alexandra Meixner wollte das auch einmal ausprobieren. Ich hätte nie gedacht, dass ich schneller als Bianca bin“, so eine glückliche Elena Roch im Ziel

Auch die Veranstalter ziehen ein äußerst positives Resümee: „Unser Baby hat nun im zweiten Jahr zu laufen begonnen und wir schauen, wohin es sich entwickeln wird. Mit diesem hochkarätigen Starterfeld, den Top-Leistungen und dem tollen Livestream sind wir bereits für die dritte Auflage im Weitraer Jubiläumsjahr (Anm.: 700 Jahre Braustadt) am 7./8. Mai motiviert. Ein großes Dankeschön geht an die Stadt Weitra, der Xundheitswelt mit unserem Rennhotel, dem Brauhotel Weitra, der Raiffeisenbank Niederösterreich und Oberes Waldviertel und vor allem an unsere Helfer!, so die Veranstalter Georg Franschitz und Christian Troll.

Artikel vom 22.09.2020

 

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