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Ultra Rad Challenge

Race Across America 2024 - Triumph der Rookies

Jimmy Rönn, Lukas Kaufmann, Dominik Meierhofer: In dieser Reihenfolge erreichten nach knapp 5.000 Kilometern quer durch die USA die Top3 der Solowertung - der Schwede und die zwei Österreicher starteten am 11. Juni 2024 alle zum ersten Mal ins RAAM - den Zielbogen in Atlantic City.

Lukas Kaufmann nach 8 Tagen 23 Stunden im Ziel in Atlantic City (Foto: www.alexzauner.com)

Lukas Kaufmann nach 8 Tagen 23 Stunden im Ziel in Atlantic City (Foto: www.alexzauner.com)

Ex-Radprofi Jimmy Rönn gewann dank einer starken Leistung insbesonders in den flacheren Streckenabschnitten in 8 Tagen, 18 Stunden und 11 Minuten. 5 Stunden danach verwirklichte sich Lukas Kaufmann seinen Lebenstraum - RAAM-Finish und unter 9 Tage - in 8 Tagen, 23 Stunden und 12 Minuten. Ebenfalls erfolgreich seine Ziele erreicht hat Dominik Meierhofer, er finishte 3 Stunden später - für Race Across America-Verhältnisse ein „Wimpernschlag“ - in exakt 9 Tagen, 2 Stunden und 13 Minuten.

Live-Mitschnitte der Zieleinläufe auf den Instagram-Pages von Lukas Kaufmann und Dominik Meierhofer, sowie auf der RAAM Facebook-Page.

„Es war das Härteste, was ich je gemacht habe!“ Lukas Kaufmann im ersten Statement am RAAM-Zielpodium: „Das Härteste war die Hitze“, sagte der Oberösterreicher. „Ich kam zweieinhalb Wochen vor dem Start des Rennens nach Borrego Springs, um mich zu akklimatisieren. Im Rennen dann fuhren wir von Oceanside und dann mit dem Glass Elevator nach Borrego Springs hinunter, und es war, als wäre ich nie dort gewesen!“ Die Hitze begleitete die Racer auch im weiteren Verlauf des Rennens bis zum Ziel an der Ostküste der Vereinigten Staaten.

Dominik Meierhofer: Viel Schlaf - viel Speed
Der Salzburger beeindruckte nicht nur mit seiner perfekten Sitzposition am Rad, sondern fuhr - auf Basis der Daten des Livetracking - auch die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit in Bewegung. Zwar hatte er von den Top3 die längste Pausenzeit, doch am Rad lieferte Dominik mit durchschnittlich 28,8 km/h den höchsten „Moving Average Speed“ ab.

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Dominik Meierhofer mit perfekter Sitzposition am Rad/Finish Atlantic City nach 9 Tagen und 2 Stunden
(Bilder: Michael Hödl @mic.hoedl/Dominik Meierhofer Instagram)

floro racing holt Platz 2 bei den 4er-Teams
In 6 Tagen, 7 Stunden und 46 Minuten raste das österreichische 4er-Team mit Bernhard Goll, Adi Stöger, Peter Brandenburger und Florian Werner quer durch die USA. Schneller war nur das EcoNew Brasil Team in 6 Tagen und 5 Stunden. Live-Mitschnitt des Zieleinlaufes auf Instagram.

21.6.: floro racing Team im Duell um Platz 2
Das österreichische 4er-Team (Bernhard Goll, Adi Stöger, Peter Brandenburger, Florian Werner) liefert sich bereits seit Tagen einen Zweikampf mit dem amerikanischen Team Lithko. Beide Mannschaften befinden sich - nur eine Handvoll Meilen voneinander getrennt - ca. 80 km hinter dem führenden 4er-Team EcoNew Brasil in den Appalachen.

Nicole Reist 70 km vor dem Ziel nach Sturz out
Drama um die Schweizer RAAM-Dreifachsiegerin. Statement auf Facebook: „Eigentlich hätte Nicole im Laufe des Tages im Ziel des Race Across America ankommen sollen. Am Samstagnachmittag, kurz nach 14.00 Uhr (MEZ), nur rund 70 km vor Ziel, passierte es jedoch: Nicole stürzte und blieb für kurze Zeit bewusstlos liegen. Kurz danach war sie zwar wieder ansprechbar, wurde für nähere Abklärungen aber ins Spital gebracht und fuhr das Rennen damit nicht zu Ende.“
Wir hoffen, dass es Nicole gut geht und wünschen Gute Besserung!

21.6.: Nicole Reist auf dem Weg zum vierten Sieg
Die Schweizerin, die extra für das RAAM 2024 ihren Rücktritt vom Rücktritt erklärt hat, befindet sich derzeit ca. 450 Kilometer vor dem Ziel in den Appalachian Mountains und kann - vorausgesetzt es geht weiterhin alles gut - nach 2016, 2018 und 2022 wieder den Sieg in der Damenwertung einfahren.

Live-Tracking vom RAAM
https://www.raamrace.org/live-tracking


21.6.2024
Lukas Kaufmann bei RAAM-Premiere auf dem Podium

Lukas hat etwas geschafft, was vor ihm beim ersten Start nicht vielen Radsportlern gelang: Zweiter Platz beim Race Across America, dem mit 4.923 Kilometern und 50.000 Höhenmetern längsten und härtesten Radrennen der Welt. Herausragend war auch das Teamwork, denn kein anderer Finisher benötigte weniger Standzeit.

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Lukas Kaufmann und sein Team am Finisher-Podium (Foto: www.alexzauner.com)

Vor der Abreise zu seinem größten Abenteuer seines Lebens brachte der 30-jährige seine Ziele auf den Punkt: "Ich will gesund ins Ziel kommen und wenn möglich unter neun Tagen finishen." Beides ist ihm eindrucksvoll gelungen. Der Kronstorfer sorgte auch lange für eine Überraschung, denn er führte vom ersten bis zum dritten Tag bis knapp vor dem Halfway Point vor dem schwedischen Ex-Radprofi Jimmy Rönn. Danach folgte ein Sekundenkrimi, doch der Schwede konnte sich dann als guter Zeitfahrer auf den endlosen Weiten von Kansas entscheidend absetzen. Der vergangene letzte Tag hatte es dann nochmal in sich, wie Teamchef Thomas Hölzl berichtet: "Das Gebirgsmassiv der Appalachen im Finale hat Lukas sehr zugesetzt, obwohl er ein ausgezeichneter Bergfahrer ist. Aber die letzten neun Tage sieht man ihm an. Es ging nur rauf und runter, teilweise 20 Prozent steile Rampen hinauf. Das hat ihm die letzten Körner gekostet."

Kaufmann: "Mental war es der Wahnsinn"
In den vergangenen neun Tagen verbuchte der Oberösterreicher eine Nettoschlafzeit von lediglich 10:15 Stunden. „Der Schlafentzug mit den Halluzinationen war schon extrem. Aber genauso schlimm fand ich, dass ich in den letzten neun Tagen nichts festes sondern nur hochkalorische Flüssignahrung zu mir nahm. Je länger man da am Rad sitzt desto schlimmer wird es. Die mentalen Anstrengungen waren echt zach. Und dann noch täglich 15 bis 20 Liter Flüssigkeit in sich reinzuschütten. Da wird man echt "gaga" im Kopf", sagt Kaufmann in Atlantic City, wo er bei der letzten Timestation aus emotionalen Gründen kein Wort rausbrachte. Pro Tag fuhr der Kronstorfer 550 Kilometer!

Sehr zufrieden zeigte sich der begleitende Arzt Dr. Jürgen Minar: "Sein Gesundheitszustand ist generell blendend. Lukas hat keine Probleme mit Händen oder Nacken. Der Hintern ist natürlich in Mitleidenschaft gezogen, aber das ist nichts, was nach ein paar Wochen wieder verheilt ist. Seine Beine waren sehr gut, zum Schluss bekam er aber Muskelschmerzen in den Oberschenkeln. Aber er kam ohne Krämpfe und vor allem Gelenksprobleme davon. Während des gesamten RAAMs hat er rund 81.000 Kilokalorien aufgenommen, getrunken hat er 113,6 Liter Flüssigkeit."

Rekordsieger Strasser streut Kaufmann Rosen
Der sechsfache RAAM-Sieger Christoph Strasser kennt das Rennen quer durch die USA wie kaum ein anderer und ist von Lukas Leistung bei seiner ersten Teilnahme begeistert: "Größten Respekt und herzliche Gratulation für diesen zweiten Platz. Lukas ist ein unglaublich starkes Rennen als Rookie gefahren. Am Ende hat er sich nochmals gegen Dominik Meierhofer aufgebäumt. Seine Stärke in den Bergen - das kam ihm über die Appalachen zugute. Ich erreichte bei meinem ersten RAAM nicht das Ziel, deshalb schätze ich seine Leistung noch höher ein. Er hat vor allem die Schlafstrategie durchgehalten wie ein erfahrener Ultra-Radfahrer. Gratulation auch die Expertisen seines Teams. Sie sind Dreh- und Angelpunkt, um die Standzeiten gering zu halten. Und das haben sie am besten von allen gemacht, denn Lukas hatte die geringste Standzeit aller Finisher. Ich war neun Tage lang gefesselt - danke dafür."

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Lukas Kaufmann überquert die Appalachen (Foto: www.alexzauner.com)

19.6.2024
Race Across America Tag 8: Das Ende naht

7,5 Tage und 4.300 der insgesamt 4.923 Kilometer langen RAAM-Distanz hat Lukas Kaufmann geschafft. Es entwickelt sich kurz vor den Appalachen in West Virginia ein spannender Kampf um den zweiten Platz mit dem Salzburger Dominik Meierhofer. Unverändert in Führung der Schwede Jimmy Rönn.

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Unermüdlich radelt Kaufmann durch die USA (Foto: www.alexzauner.com)

Trinken, trinken, trinken - so lautet auch die Devise am achten Tag des längsten und härtesten Radrennens der Welt. Die drei Spitzenfahrer befinden sich kurz vor den Appalachian Mountains, wo Temperaturen von über 32 Grad Celsius herrschen. "Die Hitze ist wirklich enorm und begleitet uns seit dem Start vor 7,5 Tagen. Ich trinke täglich bis zu 20 Liter und meine Betreuer, die großartige Arbeit leisten, versuchen mich gut zu kühlen - mit Kühlwesten und Eiswürfeln im Nacken", sagt Lukas Kaufmann in einer der seltenen Pausen. Während der Schwede Jimmy Rönn rund fünf Stunden vor dem Kronstorfer liegt, rückte ihm der Salzburger Dominik Meierhofer auf 1,5 Stunden näher.

Von Halluzinationen gebeutelt
Die letzten 600 Kilometer werden mit den Appalachen nochmals richtig schwer bis ins Ziel nach Atlantic City. "Körperlich ist er super drauf, er hat fast keine Beschwerden. Auch mental ist er in guter Verfassung und ihm taugen die Berge. Das große Problem ist die Müdigkeit. Bisher beträgt seine Nettoschlafzeit nur 8:30 Stunden, das ist schon enorm. Deshalb treten ab und zu Halluzinationen auf. Da ist dann jedes Crewmitglied im Pacecar gefordert. Wir versuchen ihn mit Nachrichten aus der Heimat, viel Musik und Geschichten aus der Jugend abzulenken. Besonders freut er sich immer über Nachrichten seines Neugeborenen. Generell läuft die Arbeit im Betreuerteam perfekt. Wir sind eigentlich nichts anderes als Troubleshooter: Wenn ein Problem auftritt lösen wir es, dann folgt das nächste", beschreibt Teamchef Thomas Hölzl.

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US-Fans mit der Österreich-Fahne (Foto: www.alexzauner.com)

18.6.2024
RAAM Tag 7: Weiterhin Dreikampf an der Spitze

Seit 6,5 Tagen sitzt Lukas Kaufmann beim Race Across America bereits im Sattel und hat beim längsten und härtesten Radrennen der Welt knapp 3.800 Kilometer zurückgelegt.

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Vorbei an einer US-Flagge (Foto: www.alexzauner.com)

Derzeit befindet sich Lukas im US-Bundesstaat Indiana, wo er Greensburg, die 40. von 52 Timestations passiert hat. Im Rennen liegt er rund fünf Stunden hinter dem Schweden Jimmy Rönn, rund drei Stunden hinter dem Oberösterreicher befindet sich der Salzburger Dominik Meierhofer. Das Spitzentrio fährt seit mehreren Tagen in dieser Konstellation. Bald könnte sich die Situation aber wieder ändern, denn das Gebirgsmassiv die Appalachen mit seinen teils steilen Rampen steht im nächsten Bundesstaat West Virginia auf dem Programm, bevor es dann zum Zielort Atlantic City geht.

"Der letzte Tag war sehr gut, nach einem Tief vorgestern kommt Lukas wieder gut voran und er wirkt wieder frischer. Nach dem Mississippi ist er wieder gut drauf und fährt fleißig. Bisher hatte er rund neun Stunden Schlafpausen, mittlerweile haben wir längere Schlafzeiten als 30 Minuten eingelegt. Das ist auch wichtig für Körper und Kopf", beschreibt Teamchef Thomas Hölzl, der mit seinen Teammitgliedern zuletzt eine freudige Überraschung erlebte: "Als wir die Blue Barn Hill Farm passierten, wurden wir von der Familie mit ihren zehn Kindern freudig empfangen. Seit vielen Jahren unterstützen sie die Teilnehmer und ihre Betreuer. Wir konnten uns alle - bis auf Lukas - auf der Farm duschen und bekamen Essen und Getränke. Das war eine unheimlich positive Überraschung. Generell kommen auch immer wieder Leute mit ihren US-Flaggen an den Streckenrand, um die Teilnehmer anzufeuern."

17.6.2024
Lukas Kaufmann am Tag 6 des Race Across America: Mississippi überquert

Der Oberösterreicher ist jetzt knappe 3.300 Kilometer unterwegs und befindet sich rund 3 Stunden hinter dem schwedischen Führenden Jimmy Rönn. Mit über vier Stunden hinter Lukas liegt der Salzburger Dominik Meierhofer an der dritten Stelle.

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In Kansas wurde der Halfway Point erreicht (Foto: www.alexzauner.com)

Lukas Kaufmann fährt sehr brav, doch der Schlafentzug ist bemerkbar und eine körperliche Reaktion natürlich auch. Aber so geht es jedem Teilnehmer beim RAAM. Heute überquerte er in Missouri den Lake of Ozark an zwei Stellen. Es war ein langes Teilstück auf dem Highway mit viel Verkehr. Dafür boten sich ihm und dem Team traumhafte kleine Städtchen und eine wunderschöner Natur.

Heute Nacht hat er St. Louis verlassen und den Mississippi überquert. Es war wieder sehr heiß mit bis zu 38 Grad Celsius. Im Gegensatz zur Wüste in der Anfangsphase ist die Luftfeuchtigkeit dieses Mal extrem hoch, kurz vor 1 Uhr nachts hatte es noch immer 28 Grad Celsius.

Hinter dem Führungstrio Rönn-Kaufmann-Meierhofer folgen bei den Solo-Ridern der US-Amerikaner David Haase und der Australier Allan Jefferson, beide fast gleichauf mit nur 4 Meilen Abstand, beide in der Alterskategorie 50-59 unterwegs. Ca. 100 Meilen dahinter folgt mit der Schweizerin Nicole Reist bereits die schnellste Dame.

Samstag sind in Oceanside auch die Teams ins Race Across America gestartet. Darunter das österreichische 4er-Team floro racing mit Bernhard Goll, Adi Stöger, Peter Brandenburger und Florian Werner. Im Betreuerteam mit dabei RAAM 3-fach-Sieger Wolfgang Fasching!

16.6.2024
RAAM Tag 5: Kaufmann erreicht Halfway-Point als Zweiter

Nach über 2.700 Kilometer in den Beinen erreichte Lukas in Kansas den Halfway-Point der 4.923 Kilometer langen Strecke von der West- zur Ostküste der Vereinigten Staaten. Derzeit liegt der Oberösterreicher beim spannenden Rennen an der zweiten Stelle.

Das RAAM, das längste und härteste Radrennen der Welt, schreibt seine eigenen Gesetze und Geschichten. Diese musste Lukas Kaufmann in den letzten eineinhalb Tagen schmerzlich erfahren. Er kam in eine Unwetterfront mit Starkregen und Hagel - das hat ihm viel Kraft gekostet. "Heute ging es durch Kansas bei starkem Seitenwind und schwülen 34 Grad Celsius durch flaches und leicht welliges Terrain. Die Müdigkeit ist bei Lukas durchaus spürbar, bisher hat er im gesamten Rennen nur etwas mehr als drei Stunden geschlafen. Dieses Pensum wollen und müssen wir jetzt in den letzten Tagen erhöhen", beschreibt Teamchef Thomas Hölzl, der mit seinen Teamkollegen dem 30-jährigen Kronstorfer beim Halway-Point eine kleine "Party" organisierte. Als Lohn für seine Leistungen gab es dort auch einen 10-minütigen Powernap. Derzeit ist der Lukas-Tross am Weg nach Missouri, wo nach der folgenden Nacht erstmals eine längere Schlafpause von einer bis zwei Stunden geplant ist.

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Das Unwetter ist Geschichte (Foto: www.alexzauner.com)

Spannendes Duell an der Spitze
In den letzten knapp zwei Tagen entwickelte sich das RAAM so spannend wie lange nicht nehr. Nachdem Lukas am Tag vier vom Schweden Jimmy Rönn überholt wurde, fuhren sie viele Kilometer - oft nur getrennt von wenigen Minuten - über die Straßen der USA. Erst vor der vorletzten Timestation in Yates Center konnte sich der Schwede absetzen. Derzeit liegt der starke Zeitfahrer rund 1:45 Stunden vor Kaufmann. Der Dritte Dominik Meierhofer hat zwar noch acht Stunden Rückstand auf Kaufmann, der Salzburger holt aber bedrohlich schnell auf. "Der Schlafentzug ist Lukas anzumerken. Wir sind aber nach wie vor super unterwegs und haben eine Zielzeit von unter neun Tagen im Visier - das war sein großes Ziel. Für alle drei Top-Fahrer an der Spitze ist noch alles möglich. Lukas ist ein sehr guter Bergfahrer und er hat zuletzt auf den flachen Straßen Zeit eingebüßt. Aber die steilen Appalachen kommen ja noch", schließt Hölzl.

15.6.2024
RAAM Tag 4: Duell Kaufmann vs. Rönn in den Great Plains

Nach den wunderschönen Berglandschaften in Colorado erreichte Lukas Kansas, mit endlosen Steppen und Feldern sowie ewig lange geraden Straßen - maximal ein kleines bisschen kupiert. Währenddessen kam ein Sturm auf, strömender Regen, Wind, zwischendurch Hagel, Gewitter und - Lukas fuhr weiter. Der stundenlange Sturm zehrte an den Kräften, aber der wunderschöne Sonnenuntergang entschädigte dafür. Der auf Platz zwei liegende Schwede Jimmy Rönn fing im Laufe des Tages an aufzuholen und Meter um Meter auf Lukas gut zu machen. Jetzt hat er sich inzwischen - mitten in der Nacht - auf Platz 1 gesetzt, seine Stärke im Flachen zeigt sich hier erneut.

14.6.2024
Lukas Kaufmann am Tag 3 des Race Across America weiterhin in Führung

Nach dem malerischen Momument Valley hat der Oberösterreicher auch den Wolf Creek Pass in den Rocky Mountains, den höchsten Punkt der Strecke, hinter sich gebracht. Nach 2,5 Tagen hat Lukas über 1.700 von 4.923 Kilometern absolviert, hinter ihm der schwedische Ex-Radprofi Jimmy Rönn und der Salzburger Dominik Meierhofer.

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Für Lukas Kaufmann geht es in die nächste Nacht (Foto: www.alexzauner.com)

Beim längsten und härtesten Radrennen der Welt mit 50.000 Höhenmetern läuft bei Lukas Kaufmann weiterhin alles nach Plan. "Das Team ist sehr gut eingespielt und wir haben ihn gut über die Rocky Mountains gebracht. In der letzten Nacht hat er nochmals 30 Minuten geschlafen. Derzeit liegt sein gesamtes Schlafpensum nach 2,5 Tagen bei rund einer Stunde", beschreibt Teamchef Thomas Hölzl.

Der 30-jährige Kronstorfer liegt nach ca. einem Drittel der Strecke kurz vor dem Bundesstaat Kansas, wo sich die Landschaft nach den hohen Bergen massiv verändern wird. Schier endlose Weiten warten auf den RAAM-Rookie. "Die Temperatur ist nach wie vor sehr hoch, aber etwas besser als zuletzt. Und was ganz wichtig ist, Lukas ist nach wie vor gut drauf und er ist sehr gesprächig am Rad", sagt Hölzl.

Christoph Strasser und Wolfgang Fasching beeindruckt
Sowohl Rekordsieger Christoph Strasser mit sechs RAAM-Triumphen als auch der Wahl-Oberösterreicher Wolfgang Fasching mit drei Siegen zeigen sich von Lukas Leistungen beeindruckt. "Ich bin so aufgeregt, als würde ich selbst mitfahren. Ich verfolge das RAAM intensiv und Lukas und sein Team sind offensichtlich perfekt vorbereitet. Jetzt brennt er in den Asphalt, was in ihm steckt", sagt Strasser, der seinen Erfolgs-Podcast "Sitzfleisch" kurzfristig zum RAAM-Podcast umfunktioniert hat: "Wir berichten täglich vom RAAM und bringen jede Menge Hintergrundgeschichten."

Auch Wolfgang Fasching ist begeistert: "Ich gewann damals meine RAAMs in der "Steinzeit". Es macht so eine große Freude ihm zuzusehen und habe ganz großen Respekt vor seiner Leistung. Vor allem imponiert mich seine Ruhe und Lockerheit. Das Rennen dauert noch, aber jetzt heißt es geduldig bleiben und alle Tiefs gut zu überstehen."

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Traumhafte Naturlandschaften im Südwesten der USA (Foto: www.alexzauner.com)

13.06.2024
RAAM Tag 2 - Über 40 Grad Celsius in der Wüste
In der ersten Nacht hat der 30-jährige Kronstorfer seinen ersten Powernapp gemacht. "Wir gönnten ihm 30 Minuten Schlaf", sagt Teamchef Thomas Hölzl, der bisher mehr als zufrieden mit seinem Schützling ist: "Lukas fährt extrem stark. Das größte Problem ist allerdings die Hitze von weit über 40 Grad Celsius unter Tags. In der letzten Nacht war es mit 25 Grad etwas kühler. Wir besprühen ihn ständig mit Wasser, er trägt Kühlwesten und hat oft Eis im Nacken. Wichtig ist, dass wir seinen Körper permanent kühlen."

Mit Songs von Helene Fischer und Reinhard Fendrich wurde Lukas in der Nacht bei Laune gehalten. Derzeit durchquert er Arizona, wo es zwar noch viele Wüstenabschnitte gibt, die allerdings schon grüner und saftiger werden. Als nächster Bundesstaat steht Colorado auf dem Programm und damit nähert er sich langsam den Rocky Mountains mit dem über 3.000 Meter hohen Wolf Creek Pass.

Streckenabschnitt für den Bergspezialisten
"Über 1.000 Kilometer hat er schon in den Beinen. Wir merken, dass es langsam weg von der heißen Wüste geht. Auch das Terrain wird anspruchsvoller, so gab es in Arizona schon viele, teils steile Anstiege, die er aber super gemeistert hat. Lukas ist ein Bergfahrer und die hohen Berge liegen ihm. Dort kann er sicher seine Führung behaupten oder ausbauen. Gesundheitlich geht es den Umständen entsprechend gut", ergänzt Hölzl.

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Kühlen, kühlen, kühlen lautet die Devise in der Wüste (Foto: www.alexzauner.com)

Text: PM/Martin Roseneder

Lukas Kaufmann: Facebook Instagram

Dominik Meierhofer ebenfalls quer durch die USA unterwegs
Mit dem 29-Jährigen aus Kuchl in Salzburg ist ein weiterer Österreicher in der Solo-Kategorie in das Abenteuer RAAM gestartet. Begleitet wird er dabei von seinem 12-köpfigen Team. Meierhofer hat bereits langjährige Erfahrung im Ultracycling, zahlreiche Teilnahmen beim Race Around Austria (Sieger RAA Challenge 2023, 3. auf der Extremdistanz 2022, Sieger RAA 1500 2019) und 2. Platz beim Race Around Niederösterreich 2023.

Dominik Meierhofer: Facebook Instagram

RAAM Route:
3.000 miles, 175.000 feet of climbing - 4.923 km, 50.000 hm
Start: Oceanside, California – Oceanside Pier
Finish: Atlantic City, New Jersey

Artikel vom 21.06.2024

 

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