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Tag voller Emotionen und sportlicher Höchstleistungen beim Arlberg Giro

Bei der 13. Auflage des Rennradklassikers am 3. August 2025 in St. Anton am Arlberg stellten sich 1.200 Rennradfahrer:innen einer legendären Strecke über 142 Kilometer und 2.400 Höhenmeter. Der Schweizer Andrin Züger und die Britin Amalie Cooper triumphierten.

Abfahrt vom Arlbergpass: Nach einem ersten Anstieg geht’s rasant bergab (Fotos: Patrick Säly)

Abfahrt vom Arlbergpass: Nach einem ersten Anstieg geht’s rasant bergab (Fotos: Patrick Säly)

Aufgrund einer Sperre der Silvretta-Hochalpenstraße musste der Arlberg Giro 2025 über eine bereits im Vorfeld vorbereitete Ausweichroute geführt werden: Die neue Route über das Ganifertal entpuppte sich als sportliches und landschaftliches Highlight. Nach dem Start in St. Anton am Arlberg um 07:00 Uhr und dem klassischen Anstieg über den Arlbergpass führte der 142 Kilometer lange Kurs mit 2.400 Höhenmetern ins Montafon, wo bei Kilometer 72,5 die Abzweigung ins Ganifertal wartete.

Premiere im Ganifertal – mehr Steigung, mehr Spannung
Dort begann der neue Scharfrichter: ein rund 9 Kilometer langer Anstieg mit durchschnittlich 9,1 % Steigung und Rampen bis zu 16 %. Die schmale, asphaltierte Straße hinauf zum Kops-Stausee forderte Mensch und Material. Nach einer Labestation am See ging es über die Zeinisjochstraße in eine technisch anspruchsvolle Abfahrt Richtung Wirl – und weiter durch das Paznauntal retour nach St. Anton am Arlberg.

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Start des Arlberg Giro im Ortszentrum von St. Anton

Frühe Dynamik & erste Gruppenbildung
Bereits nach den ersten Kurven formierte sich eine starke Spitzengruppe in Richtung Arlbergpass. Nach einem Start bei Nieselregen zeigte sich ab Braz die Sonne – eine Wohltat für die Athlet:innen. In der Abfahrt auf der Arlbergstraße hinunter ins Klostertal gewann das Rennen an Tempo: Bei der ersten Zwischenzeit in Partenen lagen Eva Schien (GER) und Jack Burke (CAN) in Führung.

Besonders herausfordernd war der neu integrierte Anstieg durchs Ganifertal. Der neue Streckenteil wurde von den Fahrer:innen sehr positiv aufgenommen, wie Jack Burke bestätigt: „Dieser neue Streckenteil war überraschend, unfassbar schön und eine tolle Herausforderung, weil er ganz anders ist als die Bergstraßen, die man sonst bei solchen Veranstaltungen fährt.“ Im Ganifertal überraschte das MYVELO Pro Cycling Team mit einem Angriff: Andrin Züger übernahm das Kommando und sicherte sich in der Bergwertung den Titel „King of the Mountain“.

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Nach einem Start bei Nieselregen zeigte sich später die Sonne

Abfahrt & Formationswechsel
In der technisch anspruchsvollen Abfahrt ins Montafon lieferten sich Jack Burke und Rene Pammer ein sehenswertes Duell, während Andrin Züger weiterhin stark vorne fuhr. Die Führungsgruppe umfasste nun fünf Fahrer mit Simon Oppel auf Platz vier und Christian Oberngruber auf Platz fünf – dahinter tat sich eine erste Lücke auf.

In Galtür setzte sich schließlich jene Dreierformation ab, die das Rennen prägen sollte: Andrin Züger (SUI), Jack Burke (CAN) und René Pammer (AUT). Der Schweizer ließ sich von den Verfolgern einholen – und gemeinsam fuhren die drei als taktisch klug agierende Spitzengruppe weiter.

Starke Auftritte bei den Damen
Auch bei den Damen wurde von Beginn an hohes Tempo gefahren. Beim Kops-Stausee, dem höchsten Punkt der Strecke, erreichte Corina Pichler als Erste die Bergwertung – rund 15 Minuten hinter der Herren-Spitze –, damit erhielt sie den begehrten Titel „Queen of the Mountain“. Amalie Cooper, die als Britin für ein österreichisches Team fährt, war im Spitzenfeld gemeinsam mit Eva Schien unterwegs – angeführt von Dominik Amann, der Zweiter beim Internationalen Radkriterium wurde und als Pacemaker agierte.

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Allein auf weiter Flur: Andrin Züger feiert einen verdienten Solosieg

Spannung bis zum Schluss
Während sich das Hauptfeld noch auf viele weitere Stunden Fahrzeit einstellen musste, begann für die führenden Athlet:innen bereits die entscheidende Schlussphase. 15 Kilometer vor dem Ziel griff Andrin Züger wieder an: Er ging in die Offensive und übernahm erneut die Spitze. Im letzten Anstieg nutzte der Schweizer seine Stärken, zog das Tempo an und riß eine Lücke auf.

Burke und Pammer reagierten prompt, gingen aus dem Sattel, erhöhten die Frequenz – doch der Abstand wuchs: 15, 20 Sekunden trennten sie vom Führenden. Züger fuhr unbeirrt weiter, schnurstracks Richtung Ziel. Der Fahrer des MYVELO Pro Cycling Teams zog seinen Solo-Ritt durch, wie schon zuvor am Kops-Stausee. Ein starker Auftritt des Schweizers – und ein packendes Finale für den Arlberg Giro. Bei den Damen konnte sich schließlich Amalie Cooper vor der Deutschen Eva Schien und der Österreicherin Corina Pichler durchsetzen.

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Amalie Cooper holt sich den Sieg beim Arlberg Giro 2025

Ergebnisse Arlberg Giro 2025
Herren
1. Andrin Züger | SUI | MYVELO Pro Cycling Team | 3:34:57,3
2. Jack Burke | CAN | 3:35:39,9
3. Rene Pammer | AUT | St. Johann am Wimberg | 3:35:52,5
4. Simon Oppel | AUT | RadUNION | 3:44:02,6
5. Christian Oberngruber | AUT | Putzleinsdorf | 3:46:17,1

Damen
1. Amalie Cooper | AUT | Union Raiffeisen Radteam Tirol | 4:08:20,0
2. Eva Schien | GER | Radsport Team Gaimersheim | 4:08:27,4
3. Corina Pichler | AUT | St. Martin im Mühlkreis | 4:08:27,8
4. Belinda Holzer | AUT | Union Raiffeisen Radteam Tirol | 4:13:23,6
5. Deborah Veerman | NED | Team Velopro Alphamotorhomes | 4:13:35,7

Bergwertung Ganifertal „Queen & King of the Mountain“
Queen: Corina Pichler | AUT | 0:31:43,9
King: Andrin Züger | SUI | 0:24:44,8

Alle Ergebnisse im Detail auf:
www.pentek-timing.at

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Strahlende Sieger:innen: Die Overall-Gewinner Amalie Cooper und Andrin Züger

„Wir wussten, dass der neue Streckenteil eine Herausforderung wird – umso schöner, dass alles so gut funktioniert hat. Die Atmosphäre war großartig, die Leistungen beeindruckend“, zeigt sich Martin Ebster, Direktor des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg, zufrieden. Alle 1.500 Startplätze konnten im Vorfeld vergeben werden, aufgrund der Wetterverhältnisse gingen schlussendlich 1.200 Teilnehmer:innen an den Start – nahezu ebenso viele konnten das Rennen erfolgreich beenden.

Radsporttage in St. Anton am Arlberg mit drei Rennen
Das Rennwochenende begann bereits am Freitag mit einem spektakulären Night Sprint durch die Fußgängerzone und erreichte am Samstag beim internationalen Radkriterium seinen ersten sportlichen Höhepunkt.

Beim St. Anton Night Sprint powered by RH77 am Freitag traten die Teilnehmer:innen auf einer rund 200 Meter langen Strecke im Einzelzeitfahren gegeneinander an. Die besten 16 qualifizierten sich für die spannenden Finalrunden im K.o.-Modus. Ab dem Achtelfinale ging es Frau gegen Frau bzw. Mann gegen Mann – begleitet von Musik, Lichtshow und jubelnden Fans entlang der Strecke. Für zusätzliche Motivation sorgte der exklusive Preis: Die zehn schnellsten Damen und Herren aus dem Einzelsprint wurden mit einem Startplatz im Block A des Arlberg Giros am Sonntag belohnt.

Am Ende jubelten die Schweizerin Angela Steinemann und Matthias Saam aus Belgien über den Premierensieg in einem Rennen, das ganz im Zeichen von Adrenalin und Atmosphäre stand.

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Im K.o.-Modus traten die schnellsten Fahrer:innen beim Night Sprint direkt gegeneinander an

Am Samstagabend, den 2. August, wurde das Ortszentrum von St. Anton am Arlberg zum Austragungsort des internationalen Radkriteriums. Auf einem technisch anspruchsvollen Rundkurs lieferten sich über 50 internationale Profiathlet:innen packende Positionskämpfe – unter anderem in der spektakulären Kurve beim Hotel Schwarzer Adler, die für Nervenkitzel beim Publikum sorgte. Zunächst eröffneten die Damen das Rennen: In der finalen Sprintrunde konnte sich die Österreicherin Leila Gschwentner durchsetzen. Bei den Herren konnte sich der deutsche Kriteriumsmeister Dario Raps im Sprint die entscheidenden Zentimeter Vorsprung herausholen.

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Internationales Radkriterium: Rundkurs mitten durch das Ortszentrum von St. Anton am Arlberg

Hero of the Arlberg
Die ultimative Kombiwertung aus Arlberg Giro, St. Anton Night Sprint und der Bergwertung Queen & King of the Mountain:
Hero of the Arlberg (Damen): Jessica Pieper (GER)
Hero of the Arlberg (Herren): Felix Wacker (GER)

Livestreams Internationales Radkriterium und Arlberg Giro
zum nachträglich Anschauen auf dem YouTube-Kanal von K19.

Text: PM/O&K Andrea Maria Hölbl

Artikel vom 04.08.2025

 

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