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Salzkammergut Trophy

ASVÖ King of the Lake: Vier Rekorde fallen um den Attersee

Hohe Wattzahlen, eiserner Kampfgeist und ein See als epische Arena: Am 20. September 2025 stellten sich 1.400 AthletInnen aus 22 Nationen der Herausforderung – 47,2 verkehrsfreie Kilometer rund um den Attersee, die 15. Ausgabe des härtesten und zugleich schönsten Zeitfahren Europas.

Krönung der neuen „Queens“ und „Kings“ 2025 (Foto: Roland Scheichl)

Krönung der neuen „Queens“ und „Kings“ 2025 (Foto: Roland Scheichl)

Bei nahezu hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein präsentierte sich die Strecke in perfektem Zustand. Die Atmosphäre entlang des Sees war elektrisierend: Jede Kurve, jeder Anstieg und jedes Sprintstück brachte Spannung, während die AthletInnen um Sekunden und Meter kämpften. Für Sicherheit und reibungslosen Ablauf sorgten rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz sowie 20 Motorrad-Marshalls – ein eingespieltes Team, das den Fokus auf das Rennen erlaubte.

Attersee wird zur Zeitfahrarena
Das hochklassige Starterfeld zeigte erneut, warum der King of the Lake als eines der bedeutendsten Zeitfahren Europas gilt: Mit dabei waren etwa auch Extremradfahrer Christoph Strasser, Rodel-Olympiasieger Felix Loch, die heurigen Race across America-Helden Philipp Kaider und Lukas Kaufmann, Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl, Zeitfahrspezialist Julian Braun und Ex-Bora-Profi Marcus Burghardt. Von packenden Zweikämpfen in der Elite bis zu beeindruckenden Leistungen der NachwuchsfahrerInnen war für jede Rennklasse Spannung garantiert – ein Event, das Sportbegeisterte und AthletInnen gleichermaßen in seinen Bann zog.

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Bei nahezu hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein präsentierte sich die Strecke in perfektem Zustand (Foto: Sportograf)

Team RH77 bricht Streckenrekord
Um 13:00 Uhr fiel in Schörfling am Attersee der Startschuss für das 10er-Mannschaftszeitfahren powered by Oberösterreich. 22 Teams traten gleich zu Beginn mit beeindruckendem Tempo rund um den See an, wobei drei Mannschaften die „Schallmauer von einer Stunde“ durchbrachen. Den Sieg in dieser Klasse sicherte sich das Team RH77 Factory Racing rund um René Haselbacher, Reto Hollenstein, Matthias Krizek, Felix Ritzinger, Stefan Rabitsch und Profi-Snowboarder Benjamin Karl. Mit einer Rekord-Zeit von 0:57:52,61 setzten sie sich vor den Vorjahressiegern vom Cycling Team Schwingshandl (0:58:00,10) und dem Team dranbleibER (0:59:19,81) durch.

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Team RH77 mit neuer Bestmarke beim 10er-Mannschaftszeitfahren (Foto: Roland Scheichl)

Vierter Titel in Serie für Team Gaimersheim
Anschließend hieß es Vollgas beim 4er-Mannschaftszeitfahren – powered by Autohaus Eder und Volkswagen. In dieser Kategorie kam es zu einer erneut erfolgreichen Titelverteidigung. Das Radsport Team Gaimersheim konnte sich mit einer Zeit von 0:58:31,53 zum vierten Mal in Folge den Sieg in dieser Klasse holen. Damit setzten sie sich nahezu souverän gegen das Team next125 Hackl-Lebensräume durch, das mit 0:59:23,33 ins Ziel kam. Auf Rang drei folgte das Quartett des Teams Plasmatreat - RTS Electronic 1 (1:00:08,91).

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Erfolgreiche Titelverteidigung für Team Gaimersheim im 4er-Mannschaftszeitfahren (Foto: Roland Scheichl)

Astrid Lamprecht krönt sich zur Queen
Im Einzelzeitfahren der Damen ging der begehrte Titel der „Queen of the Lake“, powered by Lenzing AG, erneut nach Österreich. Die aus Völkermarkt stammende Astrid Lamprecht darf mit einer Zeit von 1:07:42,22 über ihre erste Krönung beim ASVÖ King of the Lake jubeln.

„Es freut mich sehr, dass ich hier gewinnen konnte. Ich habe 2016 das erste Mal hier teilgenommen, damals noch als Profi. Dann habe ich Kinder bekommen und jetzt wollte ich es in der Amateurklasse noch einmal wissen. Und ich habe mich zeitlich sogar verbessert. Das Rennen ist einfach einzigartig, die gesperrte Strecke, die Landschaft, die Länge des Rennens, es ist einfach toll hier“, freute sich die Kärntnerin über ihren Sieg am Attersee.

Auf Platz zwei folgte schon mit etwas Respektabstand die Niederländerin Larissa Drysdale mit einer Zeit von 1:09:34,80. Platz drei belegte die Wienerin Victoria Achtig mit 1:10:41,46.

Die schnellsten in der Rennradklasse waren Lena Lechl (1:13:19,27), Kamila Hasanbega (1:14:33,26) und Antonia Egger (1:14:49,22).

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Astrid Lamprecht fuhr zur neuen Queen of the Lake (Foto: Sportograf)

Hochstraßer verteidigt Titel mit Streckenrekord
Das Rennen um den Titel „King of the Lake“ powered by Specialized entwickelte sich erneut zu einem packenden Krimi. Schon von Beginn an wurde hier Spannung pur im extrem starken Starterfeld geboten. Der Lokalmatador vom veranstaltenden Radsportverein Atterbiker und Titelverteidiger, Daniel Hochstraßer, beeindruckte erneut mit einer sensationellen Zeit von 0:57:39,53 und stellte damit auch gleich den Streckenrekord in der Amateurwertung der Herren ein.

„Es war von Anfang an ein brutal hartes Rennen, ich habe auch ein bisschen zu schnell gestartet, konnte dann aber doch noch gut ins Rennen finden. Als ich ins Ziel gekommen bin, dachte ich noch ich wäre hinten. Aber als mir meine Frau gesagt hat, dass ich einen neuen Streckenrekord gefahren bin und gewonnen habe, ist mir ein riesiger Stein von Herzen gefallen, weil mir das Rennen und der Sieg hier unglaublich viel bedeuten“, freut sich der 33-jähriger Steyrer über seinen Heimsieg.

Den zweiten Platz belegte der ungarische 2023er „King“, Daniel Szalay (0:58:03,39). Dominik Tantscher wurde Dritter, nur knappe 23 Sekunden hinter Szalay. Der mehrfache Race-Across-America-Sieger Christoph Strasser erreichte mit einer Zeit von 1:00:48,91 den 17. Platz.

Die schnellsten in der Rennradklasse waren Hans-Peter Gahleitner (1:02:22,51), Gerald Grundner (1:02:31,73) und Philip Sanjath (1:02:59,28).

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King of the Lake Daniel Hochstraßer mit Rekordzeit (Foto: Roland Scheichl)

Hattrick für Elisa Winter
In diesem Jahr hatte auch die Jugend wieder die Gelegenheit, ihre Beinkraft unter Beweis zu stellen. Zum dritten Mal krönte sich hier Elisa Winter zur „U23 Queen of the Lake“ powered by Raiffeisen Oberösterreich mit einer Zeit von 1:05:25,02. Damit stellte sie auch ihren eigenen Streckenrekord vom Vorjahr in dieser Klasse ein. „Ich freue mich, dass ich den Titel jetzt zum dritten Mal holen konnte. Es war heute ein hartes Rennen, hier muss man sich, vor allem in der zweiten Hälfte des Rennens, wenn es hügeliger wird, richtig quälen. Aber am Ende war es alles wert“, freute sich die 21-jährige Steirerin, die sich erneut den Sieg vor den beiden Deutschen Anne Schmidhuber (1:07:28,41) und Clara Sophie Nitschmann (1:10:04,38) sicherte.

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Elisa Winter krönte sich mit Rekordzeit zum dritten Mal zur U23 Queen of the Lake (Foto: Sportograf)

Rekordfahrt von Matthew Dodd
Nach einem beherzten Rennen sicherte sich der Brite Matthew Dodd mit einer Zeit von 0:56:16,79 und damit dem Streckenrekord in dieser Klasse den Titel des fünften „U23 King“ powered by Raiffeisen Oberösterreich. „Das ist so ein tolles Rennen, einfach eine wunderschöne Kulisse und eine unvergleichliche Strecke. Es war ein hartes Rennen, aber ich wusste von meinem ersten Antritt vor zwei Jahren, wie ich es mir einteilen musste“, äußerte sich der 22-Jährige begeistert über seinen Triumph. Er verwies den U23 „King“, Adrian Stieger (0:57:06,00) auf Platz zwei, während sich der Tiroler Benjamin Eckerstorfer mit 0:57:17,78 den dritten Rang erkämpfte.

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Matthew Dodd - U23 King of the Lake mit Streckenrekord (Foto: Sportograf)

Lydia Ventker erfüllt sich den Traumtitel
In der „Elite Queen of the Lake“ powered by Lenzing AG ging es ebenfalls heiß eher. Dank des äußerst starken Starterfeldes kam es hier zu Duellen, die spannender nicht hätten sein können. Am Ende des Tages ging jedoch der Titel an die Vorjahres-Zweite, Lydia Ventker. Die Deutsche bewies mit einer Bombenzeit von 1:03:22,80 ihre Klasse und setzte sich so vor die starke U23 „Queen“, Elisa Winter. „Eine Stunde Vollgas zu fahren ist immer hart, aber das ist es für alle. Ich bin jetzt das dritte Mal hier und schon als ich das erste Mal gefahren bin, habe ich mir vorgenommen hier zu gewinnen. Alle guten Dinge sind drei“, zeigt sich die frischgebackene Elite-Queen begeistert von ihrem ersten Sieg am Attersee. Auf Rang Drei folgte die 2023er-„Queen of the Lake“, Anna Kofler, mit 1:05:27,10.

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Lydia Ventker - Elite Queen of the Lake (Foto: Sportograf)

Brian Menges triumphiert bei den Profis
Der Kampf um den Titel des „Elite King“ powered by Garmin war an Dramatik kaum zu überbieten. Schlussendlich war es aber der niederländische Rad-Profi Brian Menges, der sich den Sieg holte. Mit einer extrem guten Zeit von 0:55:58,81 sicherte er sich die begehrte Krone vor dem starken Nachwuchs-King, Matthew Dodd. „Es war ein tolles Rennen. Ich hatte zwar zu Beginn et-was Bedenken wegen der Hitze, aber ich konnte es mir sehr gut einteilen. Das Rennen ist richtig gut organisiert, alle Teilnehmer:innen waren so respektvoll und nett zueinander und die Atmosphäre ist großartig“, äußerte sich der 35-Jährige überglücklich über seinen Erfolg. Den dritten Platz bei den Profis belegte Adrian Stieger.

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Brian Menges - Elite King of the Lake (Foto: Sportograf)

Ein Radsportfest der Extraklasse
Die 15. Ausgabe des ASVÖ King of the Lake bewies einmal mehr: Hier geht es nicht nur um Sekunden und Zeiten – sondern um ein echtes Radsportfest. 1.400 Athletinnen und Athleten aus aller Welt verwandelten die Attersee-Uferstraße in eine pulsierende Rennarena, während ZuschauerInnen jede Kurve und jeden Sprint live miterleben konnten. Für alle, die nicht vor Ort waren, bot ein moderierter Livestream presented by Specialized hautnahe Einblicke ins Geschehen.

Die Veranstalter zeigten sich begeistert von der einzigartigen Atmosphäre, dem sonnigen Spätsommerwetter und der starken Gemeinschaft auf und neben der Strecke. „Ein rundum perfekter Tag: Top-Leistungen der AthletInnen, spannende Zweikämpfe und eine großartige Stimmung unter den vielen Zuschauern – besser hätte es nicht laufen können“, sagte Erwin Mayer vom Radsportverein Atterbiker.

Dank durchdachter Sicherheitsmaßnahmen und der Disziplin aller Beteiligten verlief das Event reibungslos. Am Ende des Tages standen nicht nur SiegerInnen im Rampenlicht, sondern alle, die sich der Herausforderung gestellt und den ASVÖ King of the Lake zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben.

Livestream vom 20.9.2025


Alle Ergebnisse
www.computerauswertung.at/
veranstaltung.php?V_ID=250920&lang=de


Fotos
Sportograf

Text: PM/BestEvent - Agnes Steinacher

Artikel vom 22.09.2025

 

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