Christoph Strasser siegt beim Unknown Race in Spanien
Der Steirer schaffte in Spanien einen Start-Ziel-Sieg und freute sich noch mehr über eine sehr starke Zeit von 1 Tag 18 Stunden 55 Minuten. Wie in den vergangenen Jahren spielte beim rund 1.000 Kilometer langen Unsupported Ultra-Race in Katalonien - Start war am 31. März 2026 - das Wetter verrückt.
Christoph unterwegs beim Unknown Race (Foto: saskiacmartin.com)
- Details zu diesem Event
- Link
- Verwandte Artikel
"Mein Ziel war eine Zeit von unter 48 Stunden, jetzt lag ich deutlich drunter", freute sich der Kraubather, der beim Unknown Race im Vorjahr Zweiter wurde und heuer souverän den Sieg schaffte. Spannend an dem Rennformat ist, dass es Jahr für Jahr den Austragungsort wechselt, heuer war erstmals Spanien an der Reihe. Start und Ziel befanden sich in der katalonischen Stadt Reus, südlich von Barcelona.
"Alle Fahrer:innen können im unsupported-Modus ihre Strecke selbst wählen, aber die vorgegebenen Checkpoints müssen von allen passiert werden. Und die Koordinaten der Checkpoints gibt es erst kurz vor dem Start bzw. während dem Rennen." Somit hat kein Starter einen Vorteil, was die Routenplanung betrifft. Alle haben die gleichen Voraussetzungen und können erst kurz vor dem Start die Strecke planen.
Christoph Strasser strotzte schon vor dem Rennen vor Selbstvertrauen: "Meine Leistungsdaten sind heuer richtig gut, das habe ich jetzt auch umsetzen können", sagt Christoph. Die Konkurrenz war heuer sehr stark: Mit am Start war auch Christophs langjähriger Konkurrent Robert Müller aus Deutschland, mit dem er sich schon viele Duelle lieferte. Auch der Deutsche Stefan Fettes, Ultra Cycling Europameister, war dabei.

Christoph Strasser im Ziel (Foto: Christoph Strasser)
Schrecksekunde in den Bergen
Am 31. März 2026 fiel um 9:00 Uhr in Reus der Start zum Unknown Race. Am 2. April gegen halb fünf Uhr früh erreichte der Steirer das Ziel: "Das Unknown Race ist für sein schlechtes Wetter bekannt. Vor zwei Jahren gab es Schnee, im Vorjahr Regen und Hagel - heuer war starker Wind der ständige Begleiter. Es herrschten fast durchwegs Sturmböen. Ich lag von Beginn an immer in Führung. Vor dem Checkpoint 4, einem Bergmassiv, lag ich vorne, als plötzlich von der Rennleitung wegen eines Schneesturms die Nachricht kam, alle sollten umdrehen. In beiden Nächten schlief ich je zwei Mal 10 Minuten - es waren eigentlich keine Schlafpausen, ich habe mich nur etwas hingelegt. Das mit dem Essen hat heuer auch super geklappt, auch wenn es nicht so viele Einkaufsmöglichkeiten gab. Aber das Wichtigste: Meine Beine fühlten sich super an, ich bekam richtig viel Druck aufs Pedal. Der Formaufbau Richtung Transcontinental Race (TCR) läuft! Jetzt gehe ich essen und freue mich auf richtig salzige Oliven", schmunzelt Strasser.

Selfie am Start (Foto: Christoph Strasser)
Tortour durch Katalonien
Christophs Stimme litt enorm unter den Anstrengungen: "Wir bewegten uns fast immer auf einem Hochplateau von über 1.000 Metern Seehöhe bei maximal fünf Grad Celsius. Eine kuriose Situation gab es noch im Finale, als ich als Erster den Mont Caro mit 14 Kilometern Länge und 1.200 Höhenmetern bestritt. Eine Windböe blies mich regelrecht vom Rad, woraufhin ich der Rennleitung ein Video schickte. Sie sperrten den Pass mit einem Checkpoint für alle anderen Teilnehmer:innen, dadurch hatte ich noch mehr Kilometer in den Beinen."

Die gefahrene Route von Christoph Strasser (Screenshot: followmychallenge.com)
Bilder:
www.instagram.com/theunknown_race
Österreichischer Sieg auch bei den Paaren
Knapp 200 Biker:innen starteten am 31. März 2026 von Reus (Katalonien) aus in die 4. Auflage des Abenteuers der unbekannten Strecke. Hinter Strasser (42 hrs 55 mins) platzierten sich die Deutschen Johannes Keller (45 hrs 33 mins) und Paul Niehoff (47 hrs 26 mins).
Schnellste der Damenwertung war wie im Vorjahr die Französin Elodie Robert (45 hrs 8 mins, ebenfalls unter 2 Tagen), vor Ada Haas (48 hrs 39 mins) und Maxi Unger (53 hrs 45 mins), beide aus Deutschland.
Das schnellste Paar waren die Österreicher Jakob Wagenhofer/Manuel Feldbaumer (50 hrs 47 mins).
Ergebnisse
auf www.followmychallenge.com/live/turno4.
Saisonhighlight Transcontinental Race
Das Unknown Race war Strassers erster Formtest für das große Saisonhighlight am 19. Juli, dem Transcontinental Race: Die 12. Auflage des größten unsupported-Rennens, das Christoph bereits zwei Mal gewinnen konnte, startet heuer im norwegischen Trondheim. Nach rund 4.500 Kilometern quer durch Europa endet es im griechischen Kalamata.
www.christophstrasser.at
Text: PM/Martin Roseneder, radmarathon.at
Artikel vom 26.3.2026:
Saisonstart für Christoph Strasser in Spanien
Top motiviert, top vorbereitet - Christoph Strasser fiebert dem Saisonstart entgegen! Sein Premierenrennen wird wie im Vorjahr das Unknown Race - eines der größten unsupported Rennen Europas. Der Start erfolgt am Dienstag, den 31. März 2026, um 9:00 Uhr in Spanien.

Christoph unterwegs beim Transcontinental Race 2025 (Fotos: Christoph Strasser)
Das Unknown Race trägt nicht umsonst seinen Namen, denn Jahr für Jahr wechselt der Austragungsort. 2023 begann es in Frankreich, 2024 mit Start und Ziel in Wien, 2025 in Italien und heuer erstmals in Spanien. Start und Ziel befinden sich in der katalonischen Stadt Reus, südlich von Barcelona.
"Auch das Format des Rennens ist ziemlich besonders, denn es geht auf ins Unbekannte. Die Koordinaten vom ersten Checkpoint bekommen wir eine Stunde vor dem Start. Danach sieht man die Koordinaten von CP2 erst dann, wenn man CP1 erreicht hat. Somit hat kein Starter einen Vorteil, was die Routenplanung betrifft. Alle haben die gleichen Voraussetzungen und können erst kurz vor dem Start die Strecke planen."
Live-Tracking
vom Rennen auf www.followmychallenge.com/live/turno4.
Bei unsupported Rennen sind alle Teilnehmer:innen auf sich selbst gestellt und dürfen keine Hilfe von außen annehmen - was Essen, die Streckenplanung oder Probleme bei Defekten betrifft. "Darum wird es spannend, wie die Strecke verläuft. Geht es in die Berge oder flach die Küste entlang? Habe ich die richtige Ausrüstung mit?", ergänzt Strasser.
Die Gesamtdistanz des Unknown Race beträgt ca. 1.000 Kilometer. Am Start sind Solo und Paare.

Christoph 2025 neben dem Schweizer Unknown Race-Sieger Bruno Wicht
Tolle Leistungsdaten vor Saisonstart
Im Vorjahr wurde der sechsfache Sieger des Race ACROSS America bei Dauerregen und Kälte Zweiter beim Unknown Race. "Heuer möchte ich ganz vorne sein. Insgesamt beträgt die Streckenlänge rund 1.000 Kilometer. Sollte das Wetter passen, hoffe ich auf eine Zeit von unter 48 Stunden. Ich fühle mich sehr stark und habe im Winter sehr gut trainiert. Die Leistungsdaten stimmen mich sehr positiv, ich bin besser drauf als in den letzten vier Jahren!"
Das Unknown Race ist der erste Formtest für das große Saisonhighlight am 19. Juli: Da beginnt im norwegischen Trondheim das 12. Transcontinental Race, das Christoph bereits zwei Mal gewinnen konnte. Nach rund 4.000 Kilometern quer durch Europa endet es im griechischen Kalamata.
www.christophstrasser.at
Text: PM/Martin Roseneder
Artikel vom 02.04.2026
- Fotos (5)
-

April 2026
Christoph Strasser im Ziel (Foto: Christoph Strasser)
April 2026
Christoph beim Unknown Race (Foto: saskiacmartin.com)
April 2026
Selfie am Start (Foto: Christoph Strasser)
April 2025
Christoph neben dem Schweizer Sieger Bruno Wicht (Bild: Christoph Strasser)
April 2025
Unterwegs im Regen (Bild: Christoph Strasser)
- Videos (0)
-
keine Videos
- Abonniere den radmarathon.at Newsletter und wir informieren dich regelmäßig über die aktuellen Neuigkeiten und Termine!


MENU


Reus (Esp)


