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Race Around Niederösterreich: Schickmair/Meierhofer österreichische Meister

Regen, Wind, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und sogar Schneeregen machten die 8. Auflage des Ultraradrennens mit Start und Ziel in Weitra am 15./16. Mai 2026 für die rund 170 Starter:innen zu einem Duell gegen die Verhältnisse.

Widrige Bedingungen: Regen, Wind, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt (Foto: RAN/Steiger)

Widrige Bedingungen: Regen, Wind, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt (Foto: RAN/Steiger)

Über 600 Kilometer und rund 6.000 Höhenmeter kämpften die Teilnehmer:innen beim RAN über bis zu 30 Stunden hinweg gegen Wetter, Erschöpfung und sich selbst. Trotz widrigster Bedingungen - die Eisheiligen ließen grüßen - bot das Rennen hochklassigen Sport, emotionale Geschichten und großartige Stimmung am mittelalterlichen Stadtplatz von Weitra.

Mit schnellster Zeit zum Ultra-Meistertitel
In der österreichischen Meisterschaft im 2er-Team-Ultra sicherten sich Dominik Schickmair und Dominik Meierhofer (Die Domi-natoren) in herausragenden 16 Stunden und 50 Minuten nicht nur den Titel, sondern auch die schnellste Zeit des gesamten Rennens in diesem Jahr.

Der Premierensieger von 2019 (Schickmair) und Europameister des Vorjahres (Meierhofer) verwiesen das oberösterreichische Team CLR Sauwald Schwarzmüller mit acht Minuten Rückstand auf Rang zwei. Die Lokalmatadore vom Team „ELK - 2RC FORMAT Kalteis“ komplettierten mit 27 Minuten Rückstand das Podium.

„Ich muss ein Riesen-Dankeschön sagen: Die zwei Betreuer haben einen 1A-Job gemacht. Die haben uns runtergeholt, wenn’s gut ging und gepushed, wenn es schlecht ging. Wir haben das gemacht, was wir im Winter trainieren. Länger hätte es aber nicht mehr sein dürfen. Es ist alles aufgegangen“, zeigte sich Meierhofer im Ziel erleichtert.

Auch Schickmair war nach drei Jahren Rennpause überwältigt: „Es war mega. Mit dem Wettervorbericht die ganze Woche dachte ich mir schon: ‚Das muss nicht sein!‘ Ich bin jetzt aber so happy!“ Seine ersten Worte galten aber der Familie: „Danke, dass ihr uns das machen lasst. Neben der Familie rennt so viel Zeit ins Training.“

Zusammengebracht wurden die beiden übrigens von Philipp Kaider. Schickmair wird Kaider auch beim am 16. Juni startenden Race Across America im Betreuerteam unterstützen.

Alle Ergebnisse auf
www.ran-bike.at/ergebnisse.

Livestream zum Nachsehen auf
www.ran-bike.at.

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Siegerehrung ÖM Ultra 2er-Team (Foto: RAN/Aigner)

Spannende Soloentscheidungen
Bei den Herren entwickelte sich erneut ein packendes Duell zwischen Vorjahressieger Daniel Kapeller und dem EM-Vierten des Vorjahres Simon Harringer. Über weite Strecken lagen beide praktisch gleichauf. „Wir waren auf 100 Meter zusammen. Bis zum Semmering sind wir nebeneinander gefahren“, schilderte Harringer. Nach dem Wechsel aufs Rennrad rechnete er eigentlich mit Vorteilen für seinen leichteren Konkurrenten – doch es kam anders. „Es war auf Messers Schneide mit der Verpflegung. Ich habe mehr Carbs zugeführt und wir haben geschaut, was geht. Das hätte auch komplett in die andere Richtung gehen können.“

Am Ende setzte sich Harringer klar durch und gewann mit knapp einer Stunde Vorsprung in 19 Stunden und 32 Minuten. Im Ziel überwogen Emotionen und Erleichterung: „Mir war nicht bewusst, wie cool es ist, als Erster ins Ziel zu fahren. Es ist ein super Gefühl.“ Auf die Frage nach einer Titelverteidigung meinte der Oberösterreicher mit einem Lachen: „Wir fahren nächstes Jahr sicher nicht mehr – aber fragt uns morgen nochmals!“ Auch Daniel Kapeller zeigte sich zufrieden: „Ich habe alles gegeben, schneller wäre es nicht gegangen.“ Eine Stunde dahinter belegte Markus Rudisch Platz 3. In der Solo M50-Wertung war Markus Hofbauer in 23:54 Stunden der Schnellste.

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Vorjahressieger Daniel Kapeller zu Beginn vorne auf (Foto: RAN/Steiger)

Bei den Damen verteidigte Cornelia Schlosser ihren Vorjahressieg souverän und gewann in 24:54 h mit knapp zwei Stunden Vorsprung. Für sie stand angesichts der Bedingungen nicht die Zeit im Vordergrund: „Es ging heute nicht um die Zeit, sondern generell darum, bei diesen Wetterbedingungen zu finishen. Ich bin halt der Typ: umso härter, umso mehr möchte ich es durchziehen.“ Rang 2 und 3 gingen an Alexandra Podpeskar und Viki Siorpaes.

Teams supported/unsupported
Den Sieg im 2er-Damenbewerb holten sich die „FDC-Queens“ (Theresa Mistelbauer Maria Kirchsteiger) in 22:54 Stunden vor dem Team „DaRadlMa“, Team FEMALE CYCLING BASE fuhr auf Rang 3.

In der Kategorie 2er Team Mixed siegte Team WATT THE F* (Martin Behrens/Daniela Prammer) in 21:33 Stunden vor den Teams Raiffeisen Rad Fuchs und Injoy - Balance on Wheels.

Die höchste Drop-Out Quote verzeichneten die 2er-Teams unsupported: Bei den widerlichen Wetterbedingungen erreichten nur 3 von 8 Mannschaften das Ziel in Weitra. Das Mixed-Pair Brigitte Pfeiffenberger/Werner Glauninger vom BikeWorks Race-Team siegte mit einer Zeit von 27:50 Stunden, vor Team Skatingschule und Team Ochsenherz.

Schnell waren die 3er-Teams unterwegs: Team EATON Schrems (Rene Allram/Stefan Ölzant/Wolfgang Bachofner) gewann in 17:16 Stunden vor den Teams Fungi Pad Racing und Nikko PV.

Die Schnellsten bei den 3er-Teams Mixed waren Charly Fluch/Christof Kienberger/Ini Seifert vom Team fürs Leben in 20:51 Stunden, vor Team ALV und Die Drei mit Herz – powered by Sportmedizin Herz‑Kreislauf‑Zentrum Groß Gerungs.

Abenteuer, Schmäh und Teamgeist
Auch abseits der Spitzenzeiten schrieb das Rennen besondere Geschichten. Das Team „NO CARBS, NO GLORY!“ meisterte die 600 Kilometer mit viel Humor und Teamgeist.

„Ohne Regen hätte es weniger Abenteuerwert gehabt“, hieß es aus dem Team. Für Kabarettist Gery Seidl war die Reise ebenso sportliche wie humorvolle Erfahrung: „Ich habe auf der Reise jetzt Fahrradfahren gelernt. Die Stützräder haben wir vor dem Ziel jetzt abmontiert. Es war ein Fest!“

Philipp Kaider, der das Rennen als Trainingsfahrt für das Race Across America nutzte, genoss die besondere Atmosphäre: „Es war mal ein bisschen etwas anderes – etwas chaotischer. Ich habe aber eine andere Perspektive kennengelernt. Ich kann die beiden nur empfehlen – bewerbt euch und fahrt mit ihnen.“

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Team NO CARBS, NO GLORY! entspannt vor dem Start (Foto: RAN/Steiger)

Wetter als größter Gegner
Das Rennen 2026 wird vielen vor allem wegen der extremen Bedingungen in Erinnerung bleiben. Über die gesamte Renndauer hinweg regnete es nahezu durchgehend – Wasser von oben und von der Straße unten inklusive. In der Nacht sanken die Temperaturen auf knapp über den Gefrierpunkt, starker Wind erschwerte die Situation zusätzlich. Kurz vor dem Hotspot St. Aegyd kam sogar Schneeregen dazu. Die Folge: die höchste Ausfallquote der bisherigen Rennhistorie. Rund ein Viertel der Teilnehmer:innen – insgesamt 17 Solo-Fahrer:innen und 8 Teams – erreichten das Ziel nicht.

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Tolle Stimmung im Hotspot St. Aegyd (Foto: RAN/Steiger)

Weitra erneut perfekter Gastgeber
Trotz der schwierigen Bedingungen präsentierte sich Weitra einmal mehr als stimmungsvoller Gastgeber. Der mittelalterliche Stadtplatz war für die 8. Auflage festlich herausgeputzt. Zahlreiche Zuschauer:innen sorgten sowohl bei den Starts am Freitag als auch bei den Zieleinfahrten am Samstag für großartige Atmosphäre. Beim 2. RAN Run ging es wieder laufend durch die Altstadt der ältesten Braustadt Österreichs.

Quelle: PM/RAN

Artikel vom 18.05.2026

 

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