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Doppel-Weltcup in Saalfelden Leogang - Laura Stigger glänzt mit 3. Platz

Mathias Flückiger (SUI) und Loana Lecomte (FRA) gewinnen beim Mountainbike-Weltcup von 11. - 13.6.2021 Short Track und Cross-Country - Laura Stigger holt sich ihren ersten Podiumsplatz im Elite-Weltcup - U23-Fahrerin Mona Mitterwallner wird ihrer Favoritenrolle erneut gerecht.

Laura Stigger - 3. Platz in der Elite als jüngste Fahrerin im Starterfeld (Foto: Stefan Voitl)

Laura Stigger - 3. Platz in der Elite als jüngste Fahrerin im Starterfeld (Foto: Stefan Voitl)

Am dritten und letzten Tag des UCI Mountain Bike World Cups in Saalfelden Leogang kämpften die Cross-Country Fahrer/Innen um den Sieg auf der olympischen Distanz. Der Regen in der Nacht und am frühen Morgen verwandelte die Cross-Country-Strecke in eine Mischung aus technisch sehr anspruchsvollen Wurzeln, schnellen Sprintabschnitten, herausfordernden Abfahrten und kräftezehrenden Anstiegen. Später am Tag blickte immer mehr die Sonne durch - für Abwechslung war gesorgt.

Dritter XCO Weltcup-Sieg in Folge für Lecomte, Stigger auf Rang 3
Spannung und Nervenkitzel gab’s beim Damen Elite Cross-Country Rennen vor allem im Kampf um Platz zwei und drei. Mit einem sehr explosiven Start setzte sich die Schweizerin Jolanda Neff (SUI) direkt zu Beginn an die Spitze, hatte sich wohl etwas übernommen und fiel zurück. Die amtierende Weltmeisterin, Pauline Ferrand-Prévot (FRA) ging eine Zeit lang in Führung bis sie, nach der ersten kleineren Runde, von ihrer Landsfrau und Überfliegerin Loana Lecomte (FRA) überholt wurde. Lecomte konnte sich direkt absetzen und meisterte den technisch anspruchsvollen Track mit Leichtigkeit. Jede Runde baute sie ihren Vorsprung weiter aus und holte sich letztlich - nach ihrem Sieg beim Short Race am Freitag - extrem souverän mit einer Zeit von 1:17.03 ihren dritten XCO Weltcup-Sieg in der Elite.

Ferrand-Prévot kämpfte schon zu Beginn zusammen mit Neff, Batten (USA), Rissveds (SWE) um den Anschluss an die junge Französin, jedoch vergeblich. Die Österreicherin Laura Stigger (AUT), die einen sehr schlechten Startplatz hatte, arbeitete sich taktisch clever, Runde um Runde nach vorne. So konnte sie bereits im frühen Rennverlauf zur Verfolgergruppe mit Ferrand-Prévot, Rissveds, Neff und Batten aufschließen. Regelmäßige Attacken und Ausrissversuche sorgten für ein abwechslungsreiches Rennen. Batten konnte ab der Hälfte des Rennens nicht mehr mithalten und fiel zurück. Stigger schaffte es schließlich in der letzten Runde sich von der Gruppe abzusetzen. Rissveds wollte sich dies nicht gefallen lassen, distanzierte sich von Neff und war nach kurzer Zeit auf Augenhöhe mit der jungen Österreicherin. Kurz vor Schluss war klar, die Olympiasiegerin von 2016 hatte noch etwas mehr Körner. Jenny Rissveds kam mit einer Zeit von 1:18.51 als Zweitplatzierte ins Ziel, zwei Sekunden vor Laura Stigger mit 1:18.53. Die nur 20-Jährige ist die jüngste Fahrerin im Starterfeld und wahnsinnig glücklich über ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis. Seit 11 Jahren gab es auf der Olympischen Distanz keine Österreicherin mehr auf dem Podest.

Loana Lecomte nach ihrem Sieg: „Ich bin sehr glücklich, dass ich in dieser Saison so fit bin. Es ist irgendwie fast unglaublich. Ich hatte noch nie bei den Junioren oder der U-23 gewonnen, also weiß ich nicht wirklich, was ich sagen soll. Ich tue einfach weiterhin alles, was ich kann und bin richtig glücklich.“

Olympiastarterin Laura Stigger überglücklich und stolz: „Es ist mein allererster Heimwelt-Cup in der Elite und dann so abzuschließen, das kann man sich gar nicht besser vorstellen. Es ist unglaublich! Da sieht man aber auch was die heimischen Fans ausmachen. Das erste Rennen wieder mit Zuschauern, das gibt einfach einen extra Push, das freut einen einfach.“

Elite Damen XCO:
1. Loana Lecomte (FRA) – 1:17.03
2. Jenny Rissveds (SWE) – 1:18.51 (+ 1:48)
3. Laura Stigger (AUT) – 1:18.53 (+ 1:50)
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42. Elisabeth Osl (AUT) - 1:28:27 (+ 11:24)
53. Anna Spielmann (AUT) - (- 2 Rd.)

Flückiger übernimmt mit Sieg die Weltcup-Gesamtführung
Bei den Elite Herren blieb es am heutigen Renntag spannend bis zur letzten Sekunde. Ondrej Cink (CZE) führte das Rennen früh an und konnte sich nach der ersten kleineren Runde etwas absetzen. Mathias Flückiger (SUI) und Anton Cooper (NZL) konnten kurz darauf aufschließen, wobei der Neuseeländer schnell zurückfiel. Zu Beginn der dritten Runde, überholte der Sieger des Short Tracks vom Freitag erstmals Ondrej Cink. Für den Schweizer war dies ein taktisch sehr cleverer Schritt, da er in technischen Abfahrten sehr stark ist und sich so Vorsprung herausfahren konnte. Cink schaffte kräftezehrend bei den Anstiegen immer den Anschluss, während sich Flückiger bergab immer wieder absetzte. Um dem ein Ende zu setzen, attackierte Cink folglich in der vierten Runde am Anstieg und platzierte sich vor den Schweizer Meister.

Cooper fuhr das Rennen alleine stets auf dem dritten Platz, und konnte konstant den Vorsprung zu seinen Verfolgern, Thomas Litscher (SUI), Thomas Griot (FRA) und Vlad Dascalu (ROU) halten.

In der vorletzten Runde trat dieses Mal Flückiger am Berg an und riss eine kleine Lücke zu Cink auf, die er schließlich weiter ausbaute. Flückiger gewann souverän in 1:15.50 nach dem Sieg im Short Track auch das Rennen über die olympische Distanz und ist somit dank seines Doppel-Siegs in Leogang auch Weltcup-Gesamtführender. Der zweite Platz geht an den starken Ondrej Cink mit 1:16.04, gefolgt von Anton Cooper, der mit einer Top-Performance und 45 Sekunden Rückstand auf den heutigen Sieger ins Ziel kam. Ein Zielsprint der Verfolgergruppe entschied über die Plätze vier, fünf und sechs. Griot konnte sich auf der Zielgeraden durchsetzen und wurde vierter, vor Vlad Dascalu und Thomas Litscher.

Mathias Flückiger sehr erfreut über den heutigen Sieg: „Gerade heute war das mental ziemlich anstrengend. Ich habe im Laufe des Rennens mehr und mehr meinen Rhythmus gefunden und attackierte in der vorletzten Runde und konnte mich von Ondrej absetzen. Ich bin wirklich glücklich über diesen Sieg. Meine Beine wurden im Laufe des Rennens besser und als ich den Vorsprung hatte, war ich ziemlich zuversichtlich, dass es für den Sieg reichen würde.“

Beste Österreicher im starken Teilnehmerfeld wurde Karl Markt auf Rang 34, Olympiastarter und Staatsmeister Max Foidl platzierte sich auf Rang 38.

Elite Männer XCO:
1. Mathias Flückiger (SUI) – 1:15.50
2. Ondrej Cink (CZE) – 1:16.04 (+ 0:35)
3. Anton Cooper (NZL) – 1:16.35 (+ 0:45)
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34. Karl Markt (AUT) - 1:21:06 (+ 5:16)
38. Maximilian Foidl (AUT) - 1:21:59 (+ 6:09)
46. Gregor Raggl (AUT) - 1:22:34 (+ 6:44)
74. Moritz Bscherer (AUT) - 1:26:00 (+ 10:10)

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Herren Sieger Mathias Flückiger aus der Schweiz (Foto: Moritz Ablinger)

Überlegene Mona Mitterwallner (AUT) wird Favoritenrolle erneut gerecht
Beim U-23 Rennen der Damen dominierte die junge Österreicherin Mona Mitterwallner das Rennen von Beginn an und baute ihren Vorsprung vor den Verfolgerinnen Runde für Runde aus. Die amtierende Junioren-Weltmeisterin und Elite-Staatsmeisterin gehört in ihrem ersten U-23 Jahr zu den Jüngsten im Feld, scheint ihren Konkurrentinnen aber bei weitem überlegen zu sein. Sie gewann mit einer Siegerzeit von 1:06.30, mit über einer Minute Vorsprung beim heutigen Weltcup-Rennen und gewann bereits die vorigen zwei Weltcup-Rennen. Den zweiten Platz sicherte sich Kata Blanka Vas (HUN) mit 1:07.31, gefolgt von Caroline Bohe (DEN) in 1:07:56. Beste Deutsche wird Leonie Daubermann auf Platz 5.

Mona Mitterwallner überglücklich: „Ich bin total happy und erleichtert! Ich muss sagen, ich war wirklich sehr, sehr nervös und angespannt. Ich bin super froh, dass ich jetzt hier meinen dritten Sieg in diesem Jahr holen konnte. Ich liebe die steilen Anstiege in Leogang und auch die neue Anstiegspassage, wo man so richtig schön drücken kann. Ich hoffe, dass die Strecke so bleibt und dass wir nächstes Jahr hier wieder einen Heim-Weltcup haben werden. Für die restliche Saison möchte ich das Leader-Jersey auf jeden Fall verteidigen und meine weiße Weste behalten.“

U-23 Damen XCO:
1. Mona Mitterwallner (AUT) – 1:06:30
2. Kata Blanka Vas (HUN) – 1:07:31 (+ 1:01)
3. Caroline Bohe (DEN) – 1:07:56 (+ 1:26)
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14. Tamara Wiedmann (AUT) - 1:12:54 (+ 6:24)
20. Corina Druml (AUT) - 1:15:06 (+ 8:36)
25. Cornelia Holland (AUT) - 1:15:48 (+ 9:18)

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Überlegene Siegerin in der U23: Mona Mitterwallner holt dritten Sieg in Folge (Foto: Stefan Voitl)

Riley (USA) gewinnt bei U-23 Herren
Bei den U-23 Herren hatten Carter Woods (CAN) und Amos Riley (USA) einen extrem schnellen Start und konnten sich schon zu Beginn vom Feld absetzen. Woods konnte jedoch nicht lange mithalten und fiel zurück, während Riley das Rennen weiter anführte und schließlich nach 1:08.26, seinen ersten Weltcup-Sieg dieser Saison für sich gewinnen konnte. Der Chilene Martin Kossmann Vidaurre (CHI), arbeitete sich in der zweiten Runde auf Platz zwei vor und versuchte immer wieder an Riley ranzukommen. Dies gelang ihm nicht und er überquerte schließlich als Zweiter, mit einer Zeit von 1:08.38., die Ziellinie. Dritter wurde Joel Roth (SUI) in 1:09.15.
Als bester Österreicher beendete Marion Bair (AUT) glücklich mit dem 10. Platz das Rennen.

U-23 Männer XCO:
1. Riley Amos (USA) – 1:08:26
2. Martin Vidaurre Kossmann (CHL) – 1:08:28 (+12)
3. Joel Roth (SUI) – 1:09:15 (+49)
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10. Mario Bair (AUT) - 1:10:27 (+ 2:01)
65. Lukas Hatz (AUT) - 1:19:07 (+ 10:41)
71. Michael Holland (AUT) - (- 1 Rd.)
82. Daniel Churfürst (AUT) - (- 2 Rd.)

Downhill: Camille Balanche (SUI) und Troy Brosnan (AUS) gewinnen, Vali Höll vergibt kurz vor dem Ziel Sieg
Das Rennen der Elite Damen blieb spannend bis zur letzten Sekunde. Downhill-Youngster Vali Höll (AUT) war die letzte Frau auf dem Berg, ihre Erwartungen waren hoch mit einer souveränen Qualifikation. Am heutigen Tag fuhr die junge Österreicherin kontrolliert und lag lange in Führung, bis sie in der letzten Kurve stürzte. In dem Moment realisierte die amtierende Weltmeisterin Camille Balanche (SUI), die sich zu dem Zeitpunkt auf dem Hot Seat befand, dass sie sich über ihren ersten Weltcup-Sieg freuen kann. Camille, die den Track hier in Leogang sehr gerne fährt, zeigte mit einem fehlerfreien Run, dass sie auch bei trockenen Bedingungen die technisch anspruchsvolle Strecke beherrscht. Dieser Sieg ist seit 2007 der erste Weltcup-Sieg für die Schweiz.

Enttäuscht von sich selbst, aber dennoch mit einer beachtlichen Leistung, sicherte sich die junge Saalbacherin trotz ihres Sturzes den zweiten Platz bei ihrem ersten Elite Weltcup-Rennen, mit nur 1,42 Sekunden Rückstand auf die Schweizerin. Der dritte Platz ging an die Slowenin Monika Hrastnik (SLO), die sich nach WM-Bronze, hier erneut im Pinzgau mit einer sehr starken Performance präsentierte.

Vali Höll: „Es ist schwer. Es war mein erster Elite-Weltcup, also ist der zweite Platz ziemlich gut, aber ich habe es in der letzten Kurve vor dem Ziel einfach so vermasselt. Ich hatte das Gefühl, dass ich den Speed und das Selbstvertrauen hatte, aber es sollte wohl nicht sein. Vielleicht ist das ein gutes Zeichen, vielleicht muss ich einfach noch ein bisschen warten. Ich werde einfach härter und härter arbeiten, bis ich es geschafft habe. Ich meine es ist mein erster Elite Welt Cup und ich bin zweite, ich glaube ich bin vielleicht auch ein bisschen zu ehrgeizig.“

Der Qualifikationsschnellste Troy Brosnan (AUS) gewann mit einer wahnsinnigen Performance seinen überhaupt dritten Weltcup-Sieg und ersten, seit vier Jahren. Er gab alles in der Wald-Sektion und entschied hier das Rennen für sich. Rang zwei beim UCI Mountain Bike Downhill World Cup in Saalfelden Leogang ging an den jungen Franzosen Thibaut Daprela (FRA). Er riskierte extrem viel, fuhr aggressiv und hatte in der Schlüssel-Stelle sogar einen kurzen Stopper. Er ist extrem zufrieden mit seinem bisher besten Weltcup-Ergebnis in seiner erst zweiten Elite-Saison. Sein Team-Kollege Amaury Pierron (FRA) reihte sich hinter ihm auf dem dritten Platz ein. Pierron fiel letztes Jahr aufgrund von einer schweren Verletzung komplett aus und konnte heute sehr lange den Hot Seat genießen. David Trummer (AUT) enttäuscht, nach einer sehr starken Qualifikation, mit einem 19. Platz.

Die Österreicherin Sophie Guthörle dominiert bei den Juniorinnen. Pau Menoyo Busquets (ESP) entscheidet das Junioren Rennen für sich.

Alle Ergebnisse
auf www.mtb-weltcup.at/de/Races-Qualifiers-Trainings/Startlisten-Ergebnisse.

Videos
Die Elite Weltcup-Rennen stehen auf Red Bull TV (www.redbull.tv) zum Nachschauen zur Verfügung.

Ausblick 2022
Der erste Doppel-Weltcup im EPIC Bikepark in Saalfelden Leogang ist vorbei. Es war ein Wochenende mit Spannung pur, Action, jubelnden Fans und voller Emotionen. Die Ausrichter haben ein tolles Event auf die Beine gestellt und freuen sich schon jetzt über die Austragung ihres nächsten Doppel-Weltcups, der vom 10. - 12. Juni 2022 in Saalfelden Leogang stattfinden wird.

Artikel vom 14.06.2021

 

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