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Salzkammergut Trophy

Philipp Kaider: Magenprobleme stoppen Mission Titelverteidigung

Der Niederösterreicher musste bei seiner 24h-WM-Titelverteidigung in Borrego Springs (USA) am Wochenende 3.-5. November 2023 wegen mehrstündiger Übelkeit frühzeitig aufgeben. Den Titel holte sich der Slowene Stanislav Verstovsek.

Philipp Kaider unterwegs auf dem Rundkurs in Borrego Springs (Foto: Vic Armijo)

Philipp Kaider unterwegs auf dem Rundkurs in Borrego Springs (Foto: Vic Armijo)

Philipp Kaider fuhr heuer mit großen Erwartungen zur 24h-Zeitfahr-Weltmeisterschaft nach Borrego Springs (USA). Alles war bis ins Detail perfekt geplant und auch die bisherige Saison konnte für Philipp Kaider nicht besser laufen. Der Niederösterreicher sammelte im letzten Jahr bei der WM viele Erfahrungen, von denen er nun profitierte. So ging es bereits am 25. Oktober in die USA, um den Jetlag in den Griff zu bekommen. Auch gegen die tiefen einstelligen Temperaturen in der Nacht und an die 30°C unter Tags hat sich der Weinviertler mit seinem Anzughersteller Maroitalia Einiges einfallen lassen. Auch an der Position am Rad wurde getüftelt. Denn je aerodynamischer und windschnittiger die Position über die 24 Stunden gehalten werden kann, umso höher die Leistung. Mit Martin Müllner und Zoltan Bogdan setzte er zudem auf ein erfahrenes Team.

So ging es dann nach guter Vorbereitung vor Ort am Freitag um 17 Uhr Ortszeit (Samstag, 04. November, 01:00 Uhr MESZ) an den „Christmas Circle“ in der amerikanischen Wüstenstadt, wo der Start zur „Mission Titelverteidigung“ erfolgte. Es galt einen Rundkurs mit 18 Meilen (29 km) so oft wie möglich zu absolvieren.

Zum Rennverlauf
Wie erwartet war die Konkurrenz mit dem Slowenen Stanislav Verstovsek und dem ehemaligen norwegischen Profiradfahrer Vidar Mehl sehr stark. Auf den ersten Stunden schenkten sich die drei Nichts. Es verlief für den 38-jährigen Wolkersdorfer alles nach Plan. Doch nach rund vier Stunden und 150 Kilometern in den Beinen hatte Kaider erstmals mit starker Übelkeit zu kämpfen: „Das kenne ich eigentlich von Ultracyclingrennen, das habe ich immer wieder. Dann nehme ich aber was dagegen und dann war‘s das eigentlich in der Regel.“

Dieses Mal setzte die Übelkeit nach rund einer/eineinhalb Stunden wieder ein. „Dann habe ich wieder etwas genommen und war eigentlich schon auf der maximalen Dosis des Medikaments“, führt der Niederösterreicher fort. Er trank dadurch weniger und selbst wenn er nur Wasser zu sich nahm, löste das einen starken Brechreiz aus. Auch die Kohlehydratzufuhr war dadurch nur sehr eingeschränkt möglich. „Das ganze Spiel ging dann sieben Stunden so, sodass ich dann gar nichts mehr hinunter bekam. Ich habe dann schon gemerkt, dass ich komplett leer bin. Und ohne Treibstoff kann man natürlich nicht fahren“, gestand Kaider sich schmerzlich ein.

Nach zwölf Stunden und 270 Meilen (434 Kilometer) musste er das Rennen enttäuscht frühzeitig abbrechen: „Es ist sehr bitter. Es ist ganz was anderes, wenn man den Titel nicht verteidigen kann, weil die anderen stärker sind, dann ist das zu akzeptieren. Wenn man aber wegen sowas nicht weiterfahren kann, ist es doppelt bitter!“

Der WM-Titel ging heuer letztendlich an den Slowenen Verstovsek, der 523 Meilen (841 Kilometer) absolvierte.

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24h Sieger Stanislav Verstovšek (Foto: Vic Armijo)

Ergebnisse 6-12-24 Hour World Time Trial Championships
my.raceresult.com/240125/results

Off-season
Für Philipp Kaider geht es nun über Chicago zurück nach Wien und direkt in die „off-season“. Ein bis zwei Wochen wird der Intensivkrankenpfleger nach eigenen Aussagen versuchen nicht ans Radfahren zu denken und sich danach Gedanken über die kommende Saison machen. Einige Ideen, die er noch nicht verraten möchte, hat der erfolgreiche Radfahrer aber bereits ins Auge gefasst.

Text: PM Christian Troll/SCHOKO communications


Artikel vom 2.11.2023
Niederösterreicher Philipp Kaider auf Mission WM-Titelverteidigung

Der Wolkersdorfer möchte am Wochenende 3.-5. November 2023 in Borrego Springs (USA) seinen 24h-Zeitfahr-Weltmeistertitel vom Vorjahr verteidigen. Dies wäre nach Siegen beim Race Around Austria, dem Race Around Niederösterreich und seiner Rekordfahrt durch Österreich das i-Tüpfelchen einer äußerst erfolgreichen Saison.

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Gefahren wird auf einem flachen und schnellen 29 km langen Rundkurs (Foto: Martin Müllner)

Am kommenden Samstag, den 4. November 2023, finden rund 140km nordwestlich von San Diego (USA), in Borrego Springs, die 24 Stunden Weltmeisterschaften im (Ultra-) Radfahren statt. Mit dabei auch wieder der Wolkersdorfer Philipp Kaider, der nach seiner beeindruckenden Leistung von 856 zurückgelegten Kilometern im Vorjahr, die Titelverteidigung anvisiert.

Los ging die Reise für den Sportland Niederösterreich-Athleten und seine zwei Betreuer Martin Müllner und Zoltan Bogdan bereits am vergangenen Mittwoch, den 25. Oktober. Nach knapp 24-stündiger Anreise haben sie wieder unweit des 29 km langen Rundkurses Quartier bezogen, wo sich Kaider die nächsten Tage vorbereiten wird.

Die Saison lief bisher nahezu perfekt für den Niederösterreicher. Nach dem Sieg bei seinem Heimrennen dem „Race Around Niederösterreich“ im Mai folgte Ende Juni die Rekordfahrt durch Österreich. In exakt 19 Stunden Gesamtfahrzeit pulverisierte er den 11 Jahre alten Rekord von Feldkirch (Vbg.) nach Nickelsdorf (Bgld.) um über drei Stunden. Eine Covid-Erkrankung machte Kaiders Start bei der Ultracycling-WM im Rahmen des „Race Around Poland“ einen Strich durch die Rechnung. Mit dem „Race Around Austria“ Mitte August wurde aber rasch ein Ersatz gefunden. Und welcher: Erstmals triumphierte der 38-Jährige auch auf der 2200 km langen Strecke rund um Österreich.

WM-Titel wäre i-Tüpfelchen einer erfolgreichen Saison
Mit großem Selbstvertrauen geht es daher jetzt zur 24h-Zeitfahr-WM nach Borrego Springs. Der Startschuss erfolgt am kommenden Samstag 01:00 Uhr unserer Zeit (Freitag, 17:00 Uhr Ortszeit). Zu absolvieren gilt es einen 29 km langen Rundkurs (18 Meilen), der so oft wie möglich innerhalb der 24 Stunden bewältigt werden muss. Kurz vor Ende der 24 Stunden wird auf einen kleineren rund 6,5 km langen „Loop“ gewechselt.

„Die WM zu gewinnen wäre das i-Tüpfelchen. Es bedeutet mir nicht mehr, als die anderen Sachen, die ich heuer erreicht habe, aber es wäre einfach der perfekte Abschluss einer perfekten Saison, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe“, so Kaider, der damit der erste Teilnehmer wäre, der seinen Titel verteidigt.

Um dies zu erreichen, gilt es aber noch einige Hürden und Herausforderungen zu meistern. Neben einem richtig starken Teilnehmerfeld, heißen Temperaturen unter tags und einstellige kühle Nachttemperaturen wird es vor allem auf eines angekommen, wie der amtierende Weltmeister weiß: „Ob ich mich selber so quälen kann, dass ich meine Position am Rad und damit meine Leistung lange halten kann. Denn es kommt nur auf die Position an, so, dass man aerodynamisch und windschnittig ist. Nur so ist man schnell!“

Erschwert wird das Halten der Position allerdings durch den schlechten Asphalt. „Das muss man sich so vorstellen, wie der schlechteste Asphalt in Österreich inklusive noch Schlaglöcher dazu. Dementsprechend unangenehm ist es, wenn man über 24h in einer sauberen Position bleiben muss“, so Kaider abschließend, der den Sport neben seinem Beruf als Krankenpfleger auf der Intensivstation des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf ausübt.

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Philipp Kaider unterwegs bei seinem Sieg 2022 (Foto: Christian Troll /SCHOKOcommunications)

Über Philipp Kaider
Was in Wolkersdorf, im niederösterreichischen Weinviertel, 2012 als belangloses Hobby begann, steigerte sich im Kontext einer Kilometer-/Leistungskurve auf 30.000 Radkilometer im Jahr 2017. Die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Ultracycler, wie man an seiner Leistungsbilanz erkennen kann. Der ehrgeizige, mental starke und zielorientierte 38-Jährige hat die notwendige Siegermentalität und getreu seinem Motto: „Grenzen entstehen nur im Kopf“ hat er bereits mit tollen Erfolgen aufzeigen können. Der 24h-Zeitfahr-Weltmeister von 2022 ist Sieger des Race Around Austrias, des Race Around Niederösterreichs und konnte im Juni 2023 Österreich in einer Rekordzeit von nur exakt 19 Stunden durchqueren, was ihm auch einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde brachte.

www.philippkaider.at

Text: PM Christian Troll/SCHOKO communications

6-12-24 Hour World Time Trial Championships (WTTC)
3.-5.11.2023
Borrego Springs/California
Bewerbe für 6, 12 und 24 Stunden
Rundkurs 29 km (letzte 2 Stunden 6,5 km)

Mit der Schweizerin Isa Pulver steht bei den Damen die heurige Siegerin des Race across America am Start.
Im Herrenfeld befindet sich auch der dreimalige Sieger Marko Baloh (2021, 2015, 2012) aus Slowenien auf der Startliste.

Christoph Strasser gewann die 24h-Zeitfahr-WM 2018 und 2016. Der 6-fache Sieger des Race Across America hält seit 2018 mit der absolvierten Distanz von 913,46 km (567.6 Miles) den Streckenrekord.

www.24hrworlds.com

Artikel vom 06.11.2023

 

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