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King of the Lake 2026: Rekordkulisse, Rekordfeld, Rekordzeiten

47,2 Kilometer. Ein See. Kein Verkehr - und ein Rekordfeld, das alles gab. Am 26. September 2026 verwandelte sich der Attersee einmal mehr in die schönste und einzigartigste Zeitfahrarena Europas - und schrieb dabei ein neues Kapitel Radsportgeschichte.

Krönung der „Queens“ und „Kings“ der Atterseeumrundung (Foto: Roland Scheichl)

Krönung der „Queens“ und „Kings“ der Atterseeumrundung (Foto: Roland Scheichl)

Spätsommersonne, spiegelglattes Wasser, elektrisierte Zuschauer am Ufer – bessere Bedingungen hätte sich niemand wünschen können. 1.600 Athlet:innen aus 24 Nationen - Profis und Amateure - stellten sich beim KOTL 2026 der komplett gesperrten Strecke rund um den See, angefeuert von einer Menge, die bei jeder Kurve, jedem Anstieg und jedem Sprint mitfieberte. Im Hintergrund sorgten rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz sowie 20 Motorrad-Marshalls für einen reibungslosen Ablauf – ein Sicherheitsnetz, das den Fokus voll aufs Rennen lenkte.

Die Startliste zeigte sich wieder hochkarätig: WorldTour-Profi Max Walscheid (Lidl-Trek), Zeitfahrspezialist Julian Braun und Ex-Bora-Star Marcus Burghardt gaben sich am Attersee die Ehre – gemeinsam mit einem Amateurfeld, das an diesem Tag zeigte, dass der Unterschied zwischen Profi und Hobbysportler manchmal nur Sekunden beträgt.

Und ... der King of the Lake 2026 hat geliefert, was sein Name verspricht.

Walscheid pulverisiert den Streckenrekord
Besonderes Augenmerk lag heuer auf der Klasse der Herren Elite. Im Kampf um den Titel des Elite King ließ der deutsche WorldTour-Profi Max Walscheid vom Lidl-Trek Team keinen Zweifel an seiner Favoritenrolle: Mit einer sensationellen Zeit von 0:52:54 stellte er nicht nur die gesamte Konkurrenz in den Schatten, sondern fuhr damit auch den neuen absoluten Streckenrekord des King of the Lake.

„Das ist ein wunderbares Rennen! Absolut malerische Kulisse und die Strecke ist einzigartig. Auf dieser Straßenqualität ein Einzelzeitfahren zu fahren ist was ganz Besonderes! Ich wundere mich nicht, dass der Andrang auf die Startplätze so groß ist. Ich freue mich wirklich, dass ich dabei sein konnte und würde jedem empfehlen mitzumachen, weil es richtig Spaß macht und bestens organisiert ist. Ich hab mir das Ziel gesetzt den Streckenrekord zu brechen, aber dass ich so schnell fahren konnte habe ich nicht erwartet. Ich bin mehrfach die WM, Europameisterschaften, World Tour Top 10 gefahren, aber das war heute von meiner Leistung her das beste Zeitfahren in meiner Karriere. Es ist ein bisschen verrückt so abzuliefern nachdem ich erst gestern mein Karriereende bekannt gegeben habe. Ich habe es sehr genossen noch mal das Maximum herauszuholen“, zeigt sich der WorldTour-Profi begeistert vom King of the Lake.

Dahinter sicherte sich der Deutsche Sebastian Niehues mit 0:54:48 den zweiten Platz, während sein Landsmann Benedikt Helbig mit 0:55:43 Rang drei belegte.

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Elite King of the Lake Max Walscheid mit Rekordzeit (Foto: Sportograf)

Gschwentner holt sich den Traumtitel
Bei den Elite-Damen hatte am Ende hatte die Tirolerin Leila Gschwentner die Antwort auf ein hochkarätiges Starterfeld: Mit einer Zeit von 1:04:11 sicherte sie sich den Titel der Elite Queen of the Lake.

„Das war eine Challenge, weil ich noch nie ein so langes Zeitfahren gefahren bin. Ich war ein bisschen nervös, aber es war so cool“, zeigt sich die Kufsteinerin begeistert von ihrem Sieg.

Knapp dahinter kämpfte sich die Niederländerin Tirza Wisse mit 1:04:18 auf Platz zwei, während die Deutsche Birgit Stegmeier mit 1:05:08 Rang drei belegte.

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Elite Queen of the Lake Leila Gschwentner (Foto: Sportograf)

Pfeiffer feiert Sieg bei ihrem ersten Antritt
Ein gelungenes Debüt: Pia Pfeiffer siegte bei ihrem allerersten Antritt am Attersee in der Kategorie Queen of the Lake mit einer starken Zeit von 1:06:13.

„Das ist meine erste Teilnahme am KOTL, aber dass das rauskommt, habe ich nicht erwartet. Ich kenne ja die Strecke, weil ich in der Nähe wohne, aber das Rennen war mega cool! Es hat mich so motiviert, dass so viele Leute an der Strecke waren und uns angefeuert haben. Der KOTL ist einfach ein legendäres Zeitfahren mit einer absolut tollen Stimmung und besonderem Vibe“, freut sich die Seekirchnerin über ihren Sieg.

Dahinter zeigte die ehemalige Queen of the Lake aus 2023, Anna Kofler, mit 1:07:41 erneut ihre Klasse und sicherte sich Platz zwei. Rang drei ging an Victoria Achtig, die mit 1:07:56 – wie schon im Vorjahr – aufs Podium fuhr.

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Queen of the Lake Pia Pfeiffer (Foto: Roland Scheichl)

Braun feiert Premiere in der Amateurklasse – mit seiner zweitschnellsten Zeit
Julian Braun, fünffacher Elite King, ging heuer erstmals in der Amateurklasse an den Start – und bestätigte dabei seine Ausnahmeklasse eindrucksvoll. Mit 0:55:23 fuhr er zum Sieg, Rekordzeit in dieser Klasse und gleichzeitig seine zweitschnellste Zeit, die er je am Attersee gefahren ist.

„Das ist ja meine achte Teilnahme gewesen und immer in der Elite, davon fünf Mal gewonnen. Das ist einfach eine tolle Strecke die mir auch liegt. Aber nachdem es letztes Jahr nicht so gut gelaufen ist, freut es mich umso mehr, dass ich heuer gewinnen konnte und ich bin super happy“, zeigt sich Braun begeistert.

Dahinter kämpfte sich Lokalmatador und Titelverteidiger Daniel Hochstraßer (RSV Atterbiker) mit einer Wahnsinns-Zeit von 0:56:04 auf Platz zwei, während der Deutsche Louis Kitzki mit 0:56:46 Rang drei belegte.

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King of the Lake Julian Braun mit Rekordzeit (Foto: Sportograf)

Wisse sorgt für Überraschung – Streckenrekord bei der U23 Queen
Für eine faustdicke Überraschung sorgte die Niederländerin Tirza Wisse: Sie sicherte sich mit einer Zeit von 1:04:18 den Titel der U23 Queen of the Lake powered by Raiffeisen Oberösterreich und stellte dabei gleich einen neuen Streckenrekord in dieser Klasse auf.

„Ich bin ja für meinen kranken Freund eingesprungen, darum hatte ich nicht die beste Vorbereitung, aber es hat gut geklappt. Es war ein wundervolles Rennen um den See. Ich komme sicher wieder“, freut sich die Niederländerin über ihren Sieg.

Dahinter musste sich Titelverteidigerin Elisa Winter mit 1:05:51 geschlagen geben und belegte Platz zwei. Rang drei ging an Carolina Trattner mit 1:07:50.

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U23 Queen of the Lake Tirza Wisse mit Streckenrekord (Foto: Sportograf)

Eckerstorfer: Vom Podium zum Titel
Voriges Jahr noch Dritter, heuer ganz oben: Benjamin Eckerstorfer krönte sich mit einer starken Zeit von 0:55:55 zum U23 King powered by Raiffeisen Oberösterreich und stellte dabei gleich einen neuen Streckenrekord in dieser Klasse auf. Der Oberösterreicher zeigte damit eindrucksvoll seine Weiterentwicklung und setzte sich deutlich gegen ein starkes Feld durch.

„Die Zeit habe ich mir nicht erwartet, weil es mir am Anfang nicht so gut gegangen ist, aber dann wurde es immer besser. Aber ich bin extrem zufrieden und freue mich richtig. Ich komme aus Oberösterreich, also ist es auch ein bisschen so etwas wie ein Heimrennen. Darum bin ich immer sehr gerne hier mit dabei“, freut sich Eckerstorfer.

Auf Platz zwei fuhr der Deutsche Louis Kitzki in 0:56:46. Rang drei sicherte sich der Schweizer Aaron Imhof mit 0:58:10.

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U23 King of the Lake Benjamin Eckerstorfer mit Streckenrekord (Foto: Sportograf)

RH77 feiert mit Streckenrekord zweiten Sieg am Attersee
Beim 10er-Mannschaftszeitfahren powered by Oberösterreich ging es um alles: 26 Teams und maximales Tempo. Dieses Jahr knackten gleich vier Mannschaften die magische Ein-Stunden-Marke, doch am Ende hatte niemand eine Antwort auf RH77 Factory Racing. Das Team rund um René Haselbacher jagte in einer neuen Bestzeit von 0:56:22 um den See und holte sich den zweiten Sieg in Folge am Attersee. Auf Platz zwei fuhr, wie auch im Vorjahr, das Cycling Team Schwingshandl (0:57:34), gefolgt vom Team Geizhals.at VICC Racing Division Rockets (0:58:29).

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Sieger 10er-Teams RH77 Factory Racing mit Streckenrekord (Foto: Sportograf)

Thronablöse und neue Rekordzeit
Auch beim 4er-Zeitfahren powered by Autohaus Eder & Volkswagen ließen die 105 Teams nichts anbrennen. Und erstmals seit vier Jahren gab es hier eine Ablöse am obersten Treppchen: Das 4er Team vom Team RH77 Factory Racing holte sich auch in dieser Klasse mit einer neuen Rekordzeit von 0:57:38 den Sieg. Das Radl-Eck Racing Team Fast Boys (0:58:39) und die langjährigen Dominatoren dieser Klasse, Radsport Team Gaimersheim I (0:59:50) mussten sich geschlagen geben.

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Sieger 4er-Teams RH77 Factory Racing mit Rekordzeit (Foto: Sportograf)

Alle Ergebnisse
www.computerauswertung.at/
veranstaltung.php?V_ID=260926&lang=de


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1.600 AthletInnen aus 24 Nationen stellten sich der komplett gesperrten Strecke rund um den See (Foto: Sportograf)

Mehr als ein Rennen – ein Fest des Radsports
Die 16. Ausgabe des King of the Lake hat einmal mehr bewiesen: Hier zählen nicht nur Sekunden. 1.600 AthletInnen aus aller Welt verwandelten die Attersee-Uferstraße in eine pulsierende Rennarena, während ein moderierter Livestream presented by Specialized auch alle daheim mitfiebern ließ.

"Es war ein rundum perfekter Tag: Top-Leistungen, spannende Zweikämpfe und eine großartige Stimmung – besser hätte es nicht laufen können", zog Erwin Mayer vom Radsportverein Atterbiker zufrieden Bilanz. Am Ende dieses Tages standen nicht nur die neuen Queens und Kings im Rampenlicht – sondern jede und jeder, der sich den 47,2 Kilometern rund um den Attersee gestellt hat.

Livestream vom 26.9.2026


Fotos
Sportograf

Text: PM/BestEvent - Agnes Steinacher

Artikel vom 28.09.2026

 

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