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Bike Night Flachau

Paez und Fumagalli triumphieren beim BMW HERO Südtirol Dolomites

Über 4.000 Mountainbiker aus 41 Ländern hatten sich am 15. Juni 2019 am Start der 10. Auflage präsentiert. Zum Beweis der Internationalität des Rennens haben die Veranstalter außerdem die Gründung der HERO World Series mit zwei zusätzlichen Rennen in Dubai und Thailand bekanntgegeben.

Mara Fumagalli und Hector Leonardo Paez Leon siegten auf den selektiven Strecken rund um das Sellamassiv (Foto: wisthaler.com)

Mara Fumagalli und Hector Leonardo Paez Leon siegten auf den selektiven Strecken rund um das Sellamassiv (Foto: wisthaler.com)

Wolkenstein (BZ), 15. Juni 2019 – Ein großer Moment in der Geschichte des BMW HERO Südtirol Dolomites war die zehnte Auflage, bei der in Wolkenstein 4.019 Mountainbiker am Start waren, um auf den zwei gewohnten (und mittlerweile berühmten), 86 und 60 km langen Strecken rund um das Sellamassiv gegeneinander anzutraten.

Das Ranking der Männer in der Elite-Kategorie wurde zum sechsten Mal von Hector Leonardo Paez Leon vom Team MABE ASD dominiert, der die lange, extrem anstrengende Strecke über Grödner Joch, Campolongo-Pass, Pordoijoch und Mahlknechtjoch mit einer Gesamt-Höhendifferenz von 4.500 m in der Zeit von 4:30.52 schaffte. Ihm auf den Fersen waren Urs Huber vom Team BULLS, der 4:34.55 benötigte, während auf Platz drei Diego Alfonso Arias Cuervo von Team MABE ASD mit einer Zeit von 4:35.31 das Ziel erreichte.

„Ich freue ich sehr über diesen sechsten Sieg. Heute war es nicht leicht zu gewinnen, aber ich fühlte mich in Form und habe mich daher gleich am ersten Anstieg, auf einem etwas härteren Abschnitt, nach vorne abgesetzt“, erzählte Leonardo Paez und verriet noch mehr: „Eigentlich hatte ich das nicht so geplant, aber das Terrain war rutschig, und meine Konkurrenten haben eine andere Spur gewählt. Dadurch konnte ich ein paar Meter gewinnen und den Vorsprung auch halten, weil die anderen zurückgefallen sind. Und so bin ich halt gleich vorneweg gefahren.“

Wie bei jedem Langstreckenrennen, zählt auch beim HERO die richtige Wettkampfstrategie. „Ich hatte mir vorgenommen, genügend Vorsprung rauszuholen, um die erste Abfahrt vom Grödner Joch in Ruhe angehen zu können, und das ist mir auch gelungen“, so Leonardo. „Bei der Abfahrt vom Mahlknechtjoch war ich dann aber zu leichtsinnig und bin in einer Kurve ausgerutscht. Jetzt habe ich ein paar Abschürfungen an Bein und Arm, aber das ist nicht so wichtig… vor allem, weil ich ja dann doch gewonnen habe!“

Girl Power
Der BMW HERO Südtirol Dolomites zählt zu den internationalen Rennen der UCI Marathon Series, weshalb die Elite-Damen auf der 60 km langen Strecke mit einem Höhenunterschied von 3.200 m unterwegs waren. Gewonnen hat bei den Frauen Mara Fumagalli vom Team A.S.D. EVOLUTION TEAM, die für die Strecke 3:54.15 benötigte und Sini Alusniemi vom Team Augment Sports auf Platz zwei verwies. Dritte auf dem Damen-Treppchen war Katazina Sosna vom Team A.S.D. TORPADO-SÜDTIROL INTERNATIONAL MT, die nach 3:56.45 ins Ziel kam.

“Ich wollte unbedingt den HERO im Trikot mit den italienischen Nationalfarben gewinnen, und endlich habe ich es geschafft! Für mich ist es das ein ganz, ganz großer Sieg, der mir fast so viel bedeutet, als hätte ich die WM gewonnen“, freute sich Mara Fumagalli im Zielraum. „Im Vergleich zum letzten Jahr war ich viel motivierter und bin gut trainiert gestartet. Ich wollte einfach unbedingt gewinnen.“ Kurz vor dem Ziel stockte den Zuschauern bei der Live-Übertragung der Atem, als die Mountainbikerin aus dem lombardischen Lecco auf einmal aufhörte, in die Pedale zu treten und sich ihren Oberschenkel massierte. „Auf den letzten fünf Kilometern hatte ich echte Krämpfe, aber habe einfach die Zähne zusammengebissen bis ins Ziel, wo die HERO-Organisatoren schon die italienische Flagge für mich bereitgehalten haben!“

219 Frauen sind dieses Jahr den HERO gefahren; das entspricht 5% aller Teilnehmer. Eine Zahl, die angesichts des Einsatzes, den das Rennen erfordert (der HERO gilt im Hinblick auf das Verhältnis von Streckenlänge und Höhenunterschied als härtester Marathon der Welt), beweist, dass auch Frauen von dieser Veranstaltung angezogen werden.

Und noch etwas aus der Welt der Statistik: Die italienische Provinz, die beim HERO 2019 die meisten Fahrer stellte, war Rom: 180 Fahrer kamen aus der Hauptstadt.

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(Foto: Freddy Planinschek)

Hero World Series 2020
Kaum ist der BMW HERO Südtirol Dolomites vorbei, denken alle schon ans kommende Jahr, denn dann gibt es ein paar wichtige neue Daten für die Kalender der Globetrotter-Mountainbiker: Die HERO-Organisatoren haben die Gründung des internationalen Circuits HERO WORLD SERIES bekanntgegeben. Es geht los mit einem HERO in Hatta in der Wüste von Dubai vom 6. bis 8. Februar, während der Abschluss der Serie vom 8. bis 10. Oktober 2020 in Chiang Rai in Nordthailand stattfindet.

In der Mitte zwischen den beiden Veranstaltungen treten die Mountainbiker dann wie gewohnt beim HERO Dolomites an; Termin ist der Samstag, 20. Juni 2020. „Ein Circuit, der drei Kontinente verbindet und der neben dem rein sportlichen Aspekt auch eine Gelegenheit bieten soll, auf dem Sattel des Mountainbikes neue Kulturen zu entdecken“, präzisierte Gerhard Vanzi, die treibende Kraft hinter dieser neuen Initiative.

Die Partnerschaft mit Specialized hat dem BMW HERO Südtirol Dolomites auch eine besondere Ehre verschafft: die Teilnahme von Ned Overend, dem Amerikaner, der das Mountainbiking gewissermaßen miterfunden hat und der 1990 im amerikanischen Durango die erste MTB-WM gewonnen hat. Im Alter von 64 Jahren hat Ned Overend in Wolkenstein seine gute Kondition bewiesen und die 86 km lange HERO-Strecke in einer Zeit von 6:13’05’ geschafft - zwei Stunden mehr als der Sieger. Good job, Ned!

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Auch Mountainbikelegende Ned Overend hat in Wolkenstein auf der 86km-Strecke seine gute Kondition bewiesen (Foto: wisthaler.com)

Ergebnisse
RANGLISTE BMW HERO SÜDTIROL DOLOMITES HERREN (86 KILOMETER):
1. HECTOR LEONARDO PAEZ LEON (CO) - MABE ASD - 4:30.52,3
2. URS HUBER (CH) - TEAM BULLS - 4:34.55,2
3. DIEGO ALFONS ARIAS CUERVO (IT) - MABE ASD - 4:35.31,7
4. SAMUELE PORRO (IT) - TEAM TREK-SELLE SAN MARCO-TONE - 4:37.09,1
5. TONY LONGO (IT) - ASD FOL - 4:38.15,8
6. ALEKSEY MEDVEDEV (RU) - A.S. D. CICLI TADDEI - 4:39.16,7
7. FABIAN RABENSTEINER (IT) - TEAM TREK-SELLE SAN MARCO-TONE - 4:40.58,2
8. JOHNNY CATTANEO (IT) - ASD FOL - 4:43.05,4
9. SASCHA WEBER (DE) - MALOJA-ROCKY MOUNTAIN - 4:43.23,4
10. MATTIA LONGA (IT) - G.S. SCOTT RACING TEAM - 4:43.45,7

RANGLISTE BMW HERO SÜDTIROL DOLOMITES DAMEN (60 KILOMETER)
1. MARA FUMAGALLI (IT) - A.S.D. EVOLUTION TEAM - 3:54.15,6
2. SINI ALUSNIEMI (FI) - AUGMENT SPORTS - 3:55.40,9
3. KATAZINA SOSNA (IT) - A.S.D. TORPADO-SÜDTIROL INTERN - 3:56.45,3
4. ELENA GADDONI (IT) - A.S.D. CICLI TADDEI - 4:00.51,1
5. BLAZA PINTARIC (SI) - PINTATIM - 4:12.34,0
6. ANGELIKA TATZREITER (AT) - KTM MTB FACTORY TEAM - 4:13.58,1
7. MARIA CRISTINA NISI (IT) - NEW BIKE 2008 - 4:14.55,1
8. GAIA RAVAIOLI (IT) - CX SMP TEAM A.S.D. - 4:16.16,6
9. MICHALINA ZIOLKOWSKA (PL) - CST 7RMTB TEAM - 4:18.41,2
10. SILVIA SCIPIONI (IT) - ASD CICLI TADDEI - 4:20.51,3

Die vollständigen Ranglisten und alle Teilzeiten finden sich unter: www.herodolomites.com.

HERO Highlights - 15.06.2019


Artikel vom 14.6.2019
Weltklassefeld beim HERO Südtirol Dolomites in Wolkenstein


4019 Biker stehen am 15. Juni 2019 am Start des zehnten BMW HERO Südtirol Dolomites. Das Teilnehmerfeld wird bei den Herren von Rekordsieger Héctor Leonardo Páez Leon und Dreifach-Weltmeister Alban Lakata, bei den Damen von der ehemaligen HERO-Siegerin Elena Gaddoni und Rekordsiegerin Katrin Schwing angeführt.

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HERO Bike Festival 2019: Vier Tage lang dreht sich alles um das Mountainbike (Bild: Freddy Planinschek)

Ein Blick auf die Startliste genügt um zu wissen: Der HERO wird auch bei seiner zehnten Auflage seinem Ruf gerecht, nicht nur der härteste, sondern auch einer der am besten besetzten Mountainbike-Marathons der Welt zu sein.

Rekordsieger und Dreifachweltmeister
Auf der 86 Kilometer langen Königsdistanz mit 4500 Höhenmetern ist der Kolumbianer Héctor Leonardo Páez als erster zu nennen. Páez gewann fünf der bisherigen neun Auflagen des HERO, kein Wunder also, dass er auch beim HERO X als Favorit gehandelt wird. Eine Rolle, mit der der Kolumbianer kein Problem zu haben scheint: „In diesem Jahr werde ich ruhig an den Start gehen“, so Páez. „Der HERO ist ein Rennen, das mir wegen des fantastischen Panoramas gefällt und das mir in den letzten Jahren schon so viel Freude und so viele wunderbare Erinnerungen beschert hat, dass es immer wieder schön ist, nach Wolkenstein zu kommen.“

Zu den HERO-Stammgästen gehört auch Alban Lakata, der beim HERO 2015 einen seiner drei Marathon-Weltmeistertitel eingefahren hat. Der Lienzer hat das Team gewechselt und ist im Herbst zum zweiten Mal Vater geworden. „Diese zwei Dinge haben meine Vorbereitung für diese Saison sehr geprägt“, so Lakata, „grundsätzlich läuft aber alles gut.“ Weil die Formkurve beim Osttiroler steil nach oben zeigt, hofft er, bei WM und EM um eine Medaille mitfahren zu können und auch beim HERO um einen Podestplatz zu kämpfen.

Turbulente Vorbereitung bei zwei Favoriten
Als Konkurrenten fürchtet Lakata neben Páez vor allem Urs Huber und Juri Ragnoli. Der Schweizer Huber, Vorjahres-Gesamtsieger im Alpine Cup, hat allerdings eine verkorkste Vorbereitung hinter sich, wegen einer Erkrankung musste er im Frühling vier Wochen Trainingspause einschieben. Der Respekt vor dem HERO ist deshalb groß. „Eigentlich ist es mit dieser Vorgeschichte nicht möglich, Ansprüche zu stellen“, sagt Huber, „ich gehe aber zufrieden darüber an den Start, dass es mir schon wieder so gut geht, und werde mein Bestes geben“.

Turbulent verlief auch die Saisonvorbereitung von Juri Ragnoli, der im Mai erstmals Vater geworden ist. „Die Tage nach der Geburt waren sehr emotional, es war deshalb schwierig, meine Trainings- und Ruhepausen zu verwalten“, so der HERO-Sieger von 2017. Auch das Höhentraining sei in diesem Jahr ausgefallen, so Ragnoli, der trotzdem hofft, beim HERO vorne mitmischen zu können. „Ich glaube, dass ich mich am 15. Juni in guter Form und in jedem Fall konkurrenzfähig zeigen kann.“

Europameister und starkes italienisches Team
Am Start des HERO X steht auch der Russe Alexey Medvedev. Sein Saisonhöhepunkt ist die Europameisterschaft, bei der er seinen Titel verteidigen will. In die Karten schauen lässt er sich noch nicht. „Ich fühle mich weder gut noch schlecht“, sagt Medvedev, der beim HERO einen Platz in den Top 5 anpeilt, auch wenn er weiß: „Es ist ein langes und hartes Rennen.“ Diesem stellen werden sich – auch sie im erweiterten Favoritenkreis – zudem der deutsche Transalp-Sieger 2018 Markus Kaufmann sowie der Kolumbianer Diego Alfons Arias Cuervo.

Aus dem italienischen Team ist neben Ragnoli Samuele Porro zu nennen. Er ist amtierender Marathon-Italienmeister, hat die Roc d’Azur schon zwei Mal für sich entschieden und bei der Cape Epic zwei Podestplätze herausgefahren. „Die Vorbereitung läuft bestens“, sagt Porro, „ich habe einige Zeit in der Höhe verbracht, um in guter Verfassung zum HERO zu kommen“. Das Ziel, das er ausgibt, klingt wie eine Kampfansage: „Ich möchte meinen vierten Platz aus dem Vorjahr verbessern.“

Ragnoli und Porro sind nicht die einzigen Pfeile im Köcher des starken italienischen Teams. Am Start des HERO X stehen auch Martino Tronconi, im Vorjahr Zweiter, Cristiano Salerno, Daniele Mensi, Mattia Longa, Simone Ferrero und mit dem Trentiner Tony Longo auch einer, der in den Dolomiten zuhause ist. Apropos zuhause: Die Augen der Südtiroler sind vor allem auf Fabian Rabensteiner und den Sarner Langstreckenspezialisten Franz Hofer gerichtet.

Starkes Damenfeld beim HERO X
Während die Herren auf die 86-Kilometer-Distanz gehen, ist die HERO-Weltcup-Strecke der Damen 60 Kilometer lang und umfasst 3200 Höhenmeter. Dass sie diese im Griff hat, hat die Deutsche Katrin Schwing bereits zwei Mal gezeigt, und zwar als Siegerin der Ausgaben von 2011 und 2012. Mit ihrer ganzen Routine geht die Rekordsiegerin auch den HERO X an, wird dabei aber vor allem von der Slowenin Blaza Pintaric und einem starken italienischen Team gefordert. Letzteres wird von der HERO-Siegerin 2017, Elena Gaddoni, angeführt, die die Favoritenrolle allerdings von sich weist. „Ich habe weniger trainiert als in den vergangenen Jahren, weil ich meine Arbeitsstelle gewechselt habe“, erzählt Gaddoni. Trotzdem fühle sie sich gut und freue sich auf den HERO X: „Ich kann es kaum erwarten, an den Start zu gehen“, so Gaddoni.

Neben Gaddoni ist aus dem italienischen Team vor allem auf Maria Cristina Nisi zu achten, die 2016 und 2017 als Dritte und Vierte bereits für HERO-Schlagzeilen gesorgt hat, und natürlich auf Mara Fumagalli. Die Vorjahresdritte hat schon bewiesen, wie gut sie in Form ist, und im Mai die Capoliveri Legend, ein Langstreckenrennen auf der Insel Elba, gewonnen. „Ich werde versuchen, in der bestmöglichen Verfassung zum HERO zu kommen“, schreibt sie auf ihrer Facebookseite, „es ist Zeit, hart zu arbeiten“. Was folgt, ist eine Liebeserklärung an den HERO: „Man kann die Emotionen nicht beschreiben, man muss das Rennen einfach fahren“, schreibt Fumagalli. „Der HERO ist nicht nur ein Rennen. Für mich ist es das Rennen.“

HERO Bike Festival
Rund um das Rennen am Samstag, 15. Juni, findet das BMW HERO Bike Festival statt, ein viertägiges Rahmenprogramm vom 13. bis zum 16. Juni 2019.

Artikel vom 15.06.2019

 

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