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Christoph Strasser beim B-Hard trotz Sturz auf Rang zwei

Man kann nicht immer gewinnen - auch wenn ein Sturz für Schreckmomente sorgte! Christoph Strasser beendete das unsupported-Rennen B-Hard Ultra Race - das im Zeitraum 10.-14. Juni 2023 rund um Bosnien führt - auf dem zweiten Platz, obwohl er bis zur Halbzeit klar in Führung lag. Den Sieg holte sich der Deutsche Robert Müller in 52h 17min.

Christoph Strasser beim B-Hard 2023 (Foto: Jadran Cilic)

Christoph Strasser beim B-Hard 2023 (Foto: Jadran Cilic)

Ein Rennen ohne Betreuung ist immer hart. Aber das "B-Hard" hätte sich sogar Christoph Strasser leichter vorgestellt. Nach dem Start am vergangenen Samstag folgten 1.215 Kilometer und 15.500 Höhenmeter. Bis zum Halfway-Point war es mit kleineren Bergen und Hügeln der schnellere Teil. Doch danach ging es auf richtig steile und lange Berge, darunter drei über 1.900 Meter Seehöhe. "1.200 Kilometer ist eine ganz ungute Distanz. Es ist zu lange, um alles ohne Schlaf durchzufahren, und zu kurz für längere Schlafpausen. Ich wählte deshalb ein Mittelding. In der ersten Rennhälfte gab ich Gas und lag bis zur Halbzeit zwei Stunden vor dem Deutschen Robert Müller, meinem schärfsten Konkurrenten."

Sturz in der ersten Nacht
Das Wetter war von Beginn an sehr abwechslungsreich, auch mit viel Regen. "Ich hatte 48 Stunden nasse Füße mit schrumpeliger und aufgeweichter Haut. In der ersten Nacht passierte mir ein blöder Sturz: Ich wollte einer Bodenwelle auf nasser Fahrbahn ausweichen und rutschte mit dem Rad weg; auf einem geraden Stück. Das war der Klassiker mit aufgeschürften Hüften, Knien und Ellbogen. Aber es war nicht so schlimm, um nicht weiterzufahren. Danach habe ich einen kurzen Powernap gemacht, denn Sicherheit geht bei unsupported-Rennen immer vor."

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Christoph Strasser gezeichnet nach dem Sturz (Foto: Jadran Cilic)

Am zweiten Tag des Rennens merkte Christoph, dass die Kalorienaufnahme durch das schnelle Anfangstempo nicht gereicht hat. "Ich spürte schon Robert Müller im Nacken, der Meter um Meter aufholte. In der zweiten Nacht - er fuhr komplett ohne Schlafpause durch - hat er mich schließlich überholt. Ich hatte insgesamt fünf kurze Pausen zu je fünf Minuten mit insgesamt 20 Minuten vom Rad. Über die Berge konnte ich ihm nichts entgegensetzen und er gewann schließlich 40 Minuten vor mir."

Strasser mit Rennen zufrieden
"Ich bin sicher ein gutes Rennen gefahren. Aber Fakt war: Robert war dieses Mal besser. Er hatte ein leichteres Rad mit weniger Ausrüstung und Reservematerial mit. Ich gehe da lieber im Falle von Defekten auf Nummer Sicher. Er war eher minimalistisch unterwegs, das hat sich dann für ihn ausgezahlt. Aber ich kann ihm nur gratulieren, er ist ein würdiger Sieger. Ich war schon sehr lange nicht mehr Zweiter. Aber wenn ich schon geschlagen werde, dann sehr gerne von ihm. Er ist ein überragender und sehr sympathischer Radfahrer, Langstrecken-Rennen gewinnt und daneben auch internationale Rundfahrten bzw. Lizenzrennen bestreitet." Jetzt heißt es für Christoph gut erholen und den Zustand zwischen Schüttelfrost, Einschlafen während dem Essen und Hitzewallungen bald zu überstehen.

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Robert Müller gewinnt die Solowertung 2023 (Foto: bhardultrarace)

Live Tracking und Ergebnisse
www.followmychallenge.com/live/bhard23

Fotos
www.instagram.com/bhardultrarace

Text: PM/Martin Roseneder


Artikel vom 8.6.2023
Strassers erstes unsupported-Rennen des Jahres in Bosnien

Am Samstag, den 10. Juni 2023, startet Christoph Strasser um 5 Uhr früh mit dem "B-Hard" in Bosnien in sein nächstes Abenteuer. Die 5. Auflage führt über 1.200 Kilometer - natürlich alles ohne Betreuung und Verpflegung von außen.

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Christoph Strasser bei seiner Österreich-Durchquerung im Mai 2023 (Foto: Luka Zavodnik)

Nach dem Saisonsieg bei Race Across Italy im April des Jahres und seiner Transaustria-unsupported-Fahrt von Nickelsdorf nach Dornbirn im Mai ist Christoph Strasser gut im Rhythmus. "Ich war jetzt eine Woche in Bosnien, Montenegro und Albanien zum Trainieren und um Teile der Strecke des B-Hard abzufahren. Insgesamt warten ab Samstag 1.215 Kilometer und 15.500 Höhenmeter auf mich", sagt der Kraubather.

Durch Nationalparks und traumhafte Landschaften
Im Gegensatz zum weltweit größten unsupported Rennen - den Transcontinental-Race - ist die Strecke fix vorgegeben. Nach dem Start- und Zielgelände im Norden von Banja Luka führt die Strecke durch Nationalparks und traumhafte Landschaften rund um Bosnien. "Die schönstes Passagen sind sicherlich der Kozara und Sutjeska Nationalpark, die historische Stadt Mostar und der Olympia-Berg aus dem Jahr 1984 "Jahorina" - das ist mit 1.916 Metern auch der höchste Punkt im Rennen."

Starke Konkurrenz in Bosnien
Strassers Ziel ist unter 2,5 Tagen zu finishen. Den Streckenrekord hält Ulrich Bartholmös mit 51 Stunden - damals war die Strecke aber um 20 Kilometer und einige Höhenmeter kürzer. Insgesamt sind 90 TeilnehmerInnen der unterschiedlichsten Kategorien am Start und 40 Solo-FahrerInnen bestreiten die volle Distanz.

"Besonders stark schätze ich Robert Müller ein. Der Deutsche hat sich mit mir beim Race Around Austria 2020 bereits ein starkes Duell geliefert und er wurde schließlich Zweiter. Mittlerweile ist der Allrounder Müller von Lizenzrennen und internationalen Rundfahrten auf Ultracycling umgestiegen. Seine größten Erfolge waren 2022 der Sieg beim RATA - Race Across the Alps - und beim Transpyrenees Race", beschreibt der 6-fache Sieger des Race Across America.

Live Tracking und Streckendetails

B-Hard 9. - 14.6.2023
Neben dem unsupported Ultra Race über 1.200 km für SolofahrerInnen und Paare (90h Zeitlimit) werden Brevets über 1.200, 600, 400, 300 und 200 km ausgetragen.
www.bhardultrarace.com

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Strecke und Höhenprofil (Quelle: B-Hard)

Text: PM/Martin Roseneder

Artikel vom 13.06.2023

 

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